09.03.2017 München

Tierisch

Neue Heimat in Frankreich: Tapir 'Nemo' aus dem Tierpark Hellabrunn geht auf Reisen!

Schabrackentapir "Nemo"
Foto: Tierpark Hellabrunn/Michael Matziol
Der Schabrackentapir "Nemo" verlässt in den nächsten Tagen den Münchner Tierpark. Er wird neuer Mitbewohner eines Tapir-Weibchens im Zoo der Stadt La Teste-de-Buch.

"Nemo" verlässt noch im März sein altes Zuhause und macht sich auf in eine neue Heimat, den Zoo du Bassin d’Arcachon in Frankreich. Dort soll das 22-jährige und damit schon etwas ältere Männchen der Schabrackentapir-Dame "Nurr" Gesellschaft leisten. In Hellabrunn lebte "Nemo" die meiste Zeit seines Lebens mit dem Weibchen "Cora" zusammen. Nachdem diese im Dezember 2016 verstarb, ist es für "Nemo" schön, wieder zusammen mit einem Weibchen auf einer neuen, komfortablen Anlage zu leben. Die Empfehlung für diesen Transfer kam vom Koordinator des Europäischen Erhaltungszuchtprogramms (EEP) für Schabrackentapire.

 

Der Schabrackentapir, der in Südostasien beheimatet ist, verdankt seinen Namen seiner exotischen schwarz-weißen Fellmusterung. Diese erinnert an eine Satteldecke, welche auch Schabracke genannt wird. Die Zeichnung dient durch ihr Licht- und Schattenspiel als Tarnung. Schabrackentapire sind strikte Vegetarier und schwimmen sehr gerne. Dabei können sie ihren Rüssel wie einen Schnorchel benutzen. Außerdem gehören sie zu den Unpaarhufern, welche vorne drei und hinten jeweils vier Zehen besitzen.

 

Aufgrund der Zerstörung ihres Lebensraums und durch Wilderei wird die Tierart auf der Roten Liste bedrohter Arten der IUCN als "stark gefährdet" eingestuft. Weniger als 2.500 ausgewachsene Tiere leben heute noch in ihrem natürlichen Lebensraum.

 

Die Hellabrunner Tapir-Anlage entspricht nicht mehr dem aktuellen Kenntnisstand der Tapir-Haltung. Deshalb hat sich der Tierpark dazu entschlossen, bis zur Fertigstellung einer geeigneten Anlage im Rahmen der Masterplan-Umsetzung keine Tapire mehr zu halten. In Zukunft plant der Tierpark die Haltung auf Flachlandtapire umzustellen. Diese werden dann in einer großen Gemeinschaftsanlage zusammen mit weiteren südamerikanischen Tierarten leben.

Autor: pm / uh

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