20.03.2017

Washington (AFP)

Trump bestreitet erneut Wahlkampf-Absprachen mit Moskau

Kurz vor einer Befragung von FBI-Chef James Comey durch den Kongress hat Präsident Donald Trump erneut bestritten, während des Wahlkampfs illegale Absprachen mit Moskau getroffen zu haben.
Foto: © 2017 AFP Donald Trump
Kurz vor einer Befragung von FBI-Chef James Comey durch den Kongress hat Präsident Donald Trump erneut bestritten, während des Wahlkampfs illegale Absprachen mit Moskau getroffen zu haben. Diese Geschichte sei eine "Falschnachricht", twitterte er.

Kurz vor einer Befragung von FBI-Chef James Comey durch den Kongress hat Präsident Donald Trump erneut bestritten, während des Wahlkampfs illegale Absprachen mit Moskau getroffen zu haben. Diese Geschichte sei eine "Falschnachricht", und jeder wisse das, schrieb Trump am Montagmorgen (Ortszeit) im Kurzbotschaftendienst Twitter.

Der Direktor der Bundespolizei FBI sowie der Chef des Geheimdienstes NSA, Mike Rogers, sollten ab 15.00 Uhr MEZ im Geheimdienstausschuss des Repräsentantenhauses angehört werden. Dabei geht es um die mutmaßlichen russischen Hackerangriffe auf die Parteizentrale der US-Demokraten sowie das Wahlkampfteam der Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton, die potenziell den späteren Wahlsieger Trump begünstigt hatten.

Das FBI untersucht diese Cyberattacken. Bislang hat sich die Behörde aber nicht öffentlich dazu geäußert, ob diese Untersuchungen auch die angeblichen Kontakte von Trumps Wahlkampfteam nach Russland einschließen.

Der Präsident twitterte nun, die "russische Geschichte" sei von den Demokraten als "Ausrede" für ihre Niederlage nach ihrem "schrecklichen Wahlkampf" erfunden und angeheizt worden. Zugleich erhob er die Anschuldigung, es habe diverse Verbindungen zwischen dem Clinton-Team und Russland gegeben: "Was ist mit all den Kontakten zwischen der Clinton-Kampagne und den Russen?", schrieb er.

Die "wirkliche Geschichte", die vom Kongress und dem FBI untersucht werden müsse, sei die Preisgabe vertraulicher Informationen an die Presse, forderte Trump. Der Verantwortliche für diese Informationslecks müsse gefunden werden.

US-Medien hatten wiederholt über Kontakte des Trump-Teams nach Russland berichtet. Als Konsequenz aus solchen Enthüllungen hatte Trumps Sicherheitsberater Michael Flynn nach nur kurzer Amtszeit zurücktreten müssen - es war ans Licht gekommen, dass er über seine Telefonate mit dem russischen Botschafter die Unwahrheit gesagt hatte.

Der republikanische Vorsitzende des Geheimdienstausschusses im Repräsentantenhaus, Devin Nunes, sagte im Vorfeld der Anhörung Comeys dem Sender Fox News, die ihm bislang vorliegenden Informationen enthielten "keinen Beleg" für Absprachen zwischen dem Trump-Team und Moskau.

Ein weiteres Thema, zu dem der FBI-Chef ebenfalls befragt werden wird, sind Trumps Vorwürfe, sein Vorgänger Barack Obama habe ihn während des Wahlkampfs abhören lassen. Trump hat für diese Anschuldigung keinerlei Belege präsentiert, sondern sich nach eigenen Angaben auf Medienberichte gestützt - die von ihm zitierten Berichte stützen seine Anschuldigung aber keineswegs. In seinen Twitter-Botschaften am Montagmorgen griff der Präsident seine Anschuldigung nicht erneut auf.

Nunes sagte dazu, der Lauschangriff auf den New Yorker Trump Tower, von dem Trump gesprochen hatte, habe "nie" stattgefunden. Bereits in der vergangenen Woche hatten auch andere führende Mitglieder der Geheimdienstausschüsse von Repräsentantenhaus und Senat gesagt, dass ihnen keinerlei Beweise für eine derartige Spähaktion durch Ex-Präsident Obama vorlägen.

Autor: Washington (AFP)

Das könnte Sie auch interessieren

Wilde Verfolgungsjagd am Mittwoch.

Autofahrer wollte sich der Polizeikontrolle entziehen

Wilde Verfolgungsjagd endet am Verkehrsschild!

Er wollte der Polizeikontrolle auf der Autobahn entkommen – und landete schließlich am Verkehrsschild. Dazwischen lag: eine hollywoodreife Verfolgungsjagd! mehr ...

mehr Bilder ansehen
Sperrung Challenge 2017 in Sarching

Finanzierung

Regensburger CSU fordert sofortiges Ende der Challenge

Die CSU-Stadtratsfraktion beantragt die sofortige Beendigung der Challenge und der damit verbundenen finanziellen Unterstützung der Purendure Event GmbH & Co. KG durch die Stadt Regensburg. mehr ...

Volksfestpolizei 2017

Der Volksfest-Polizeibericht vom Mittwoch

Schwarzhandel, Maßkrugdieb und Langfinger

So verlief der Volksfest-Dienstag aus Sicht der Straubinger Polizei. mehr ...

Watzmann

70-Jähriger stürzt 200 Meter tief:

Tödlicher Bergunfall am Watzmann

Nach der gelungenen Durchsteigung der Watzmann-Ostwand stolperte der erfahrene Bergsteiger unglücklich und stürzte zu Tode. mehr ...

Niederfeuerwerk

Romantisches Spektakel an der Schlossbrücke

Besondere Sicherheitsvorkehrungen für Lampionfahrt und Niederfeuerwerk

Am Donnerstagabend findet am Donauufer die beliebte Lampionfahrt mit Niederfeuerwerk statt. mehr ...

Der Dunkle Turm

Der Dunkle Turm

Das Universum ist in Gefahr. Denn der mysteriöse "Mann in Schwarz" will den Dunklen Turm zu Fall bringen. Das wäre eine Katastrophe, denn der Turm ist das Kraftzentrum aller Welten. Nur der Revolvermann Roland Deschain kann den mächtigen Gegner besiegen und das Universum noch retten. Als der Mann in Schwarz zum finalen Angriff auf den Turm übergeht, kommt es zum Showdown. Wird Deschain das Universum retten können? mehr ...