20.04.2017

Wiesbaden (AFP)

Tugce-Täter nach Serbien abgeschoben

Zweieinhalb Jahre nach dem gewaltsamen Tod der Studentin Tugce Albayrak ist der verurteilte Täter Sanel M. aus Deutschland abgeschoben worden. Die Studentin war im November 2014 nach einem Schlag von Sanel M. gestürzt und an ihren schweren Kopfverletzungen gestorben.
Foto: © 2017 AFP Die Studentin Tugce starb im November 2014 nach einem Schlag von Sanel M.
Zweieinhalb Jahre nach dem gewaltsamen Tod der Studentin Tugce Albayrak ist der verurteilte Täter Sanel M. aus Deutschland abgeschoben worden. Tugce war im November 2014 nach einem Schlag von M. gestürzt und ihren schweren Kopfverletzungen erlegen.

Zweieinhalb Jahre nach dem gewaltsamen Tod der Studentin Tugce Albayrak ist der verurteilte Täter Sanel M. nach seiner Haft aus Deutschland abgeschoben worden. Er flog am Donnerstag vom Flughafen Frankfurt am Main in sein Heimatland Serbien, wie die für den Fall zuständige Stadt Wiesbaden mitteilte. Der Tod der Studentin und der Prozess gegen Sanel M. waren bundesweit beachtet worden.

Nach einem Streit auf dem Parkplatz vor einem Schnellrestaurant in Offenbach im November 2014 hatte M. die 22-Jährige Studentin geschlagen. Beim Sturz auf den Asphalt zog sie sich schwere Kopfverletzungen zu, denen sie wenige Tage später erlag. Ihr Tod sorgte bundesweit für Entsetzen und Anteilnahme.

Sanel M. musste sich in einem viel beachteten Prozess vor dem Landgericht Darmstadt für die Tat verantworten. Das Gericht verurteilte ihn schließlich im Juni 2015 wegen Körperverletzung mit Todesfolge zu einer Haftstrafe von drei Jahren.

Im September 2016 verfügte die Ausländerbehörde der Stadt Wiesbaden, ihn für acht Jahre aus Deutschland auszuweisen. Dagegen wehrte sich M. vergeblich vor Gericht. Zuletzt entschied Mitte März der Hessische Verwaltungsgerichtshof (VGH) in Kassel, dass die Ausweisung rechtmäßig ist.

Der VGH bestätigte dabei die Auffassung des Verwaltungsgerichts Wiesbaden, wonach von Sanel M. weiter eine Gefahr für die öffentliche Sicherheit ausgehe. Es müsse weiter befürchtet werden, dass er bei Konflikten "aggressiv und gewalttätig" reagiere. Zudem könne ihm zugemutet werden, in Serbien neue Beziehungen und Bindungen zu knüpfen.

cax/cfm/hei

Zweieinhalb Jahre nach dem gewaltsamen Tod der Studentin Tugce Albayrak ist der verurteilte Täter Sanel M. nach seiner Haft aus Deutschland abgeschoben worden. Er flog am Donnerstag vom Flughafen Frankfurt am Main in sein Heimatland Serbien, wie die für den Fall zuständige Stadt Wiesbaden mitteilte. Der Tod der Studentin und der Prozess gegen Sanel M. waren bundesweit beachtet worden.

Nach einem Streit auf dem Parkplatz vor einem Schnellrestaurant in Offenbach im November 2014 hatte M. die 22-Jährige Studentin geschlagen. Beim Sturz auf den Asphalt zog sie sich schwere Kopfverletzungen zu, denen sie wenige Tage später erlag. Ihr Tod sorgte bundesweit für Entsetzen und Anteilnahme.

Sanel M. musste sich in einem viel beachteten Prozess vor dem Landgericht Darmstadt für die Tat verantworten. Das Gericht verurteilte ihn schließlich im Juni 2015 wegen Körperverletzung mit Todesfolge zu einer Haftstrafe von drei Jahren.

Im September 2016 verfügte die Ausländerbehörde der Stadt Wiesbaden, ihn für acht Jahre aus Deutschland auszuweisen. Dagegen wehrte sich M. vergeblich vor Gericht. Zuletzt entschied Mitte März der Hessische Verwaltungsgerichtshof (VGH) in Kassel, dass die Ausweisung rechtmäßig ist.

Der VGH bestätigte dabei die Auffassung des Verwaltungsgerichts Wiesbaden, wonach von Sanel M. weiter eine Gefahr für die öffentliche Sicherheit ausgehe. Es müsse weiter befürchtet werden, dass er bei Konflikten "aggressiv und gewalttätig" reagiere. Zudem könne ihm zugemutet werden, in Serbien neue Beziehungen und Bindungen zu knüpfen.

Autor: Wiesbaden (AFP)

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