10.10.2017 Bayern

Appell der Gesundheitsministerin

Welttag der seelischen Gesundheit wirbt für mehr Offenheit bei psychischen Erkrankungen

Depressionen
Foto: DAK-Gesundheit/Thinkstock
Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml hat anlässlich des Welttags der seelischen Gesundheit am 10. Oktober zu mehr Offenheit beim Umgang mit psychischen Erkrankungen aufgerufen.

Huml betonte am Dienstag: "Eine psychische Störung kann jeden treffen. Es ist wichtig, dass sich Betroffene rechtzeitig professionelle Hilfe holen. Deshalb darf so eine Erkrankung kein Tabu sein." Die Ministerin fügte hinzu: "Wer sich ein Bein bricht, geht zum Arzt. Das sollte auch bei einer Depression selbstverständlich sein. Oft ist aber der Umgang mit seelischen Erkrankungen mit Scham verbunden."

 

Um die Bevölkerung für psychische Erkrankungen stärker zu sensibilisieren, hatte das bayerische Gesundheitsministerium im vergangenen Jahr eine Informationskampagne über das Thema gestartet. Im ersten Teil ging es um die psychische Gesundheit von Kindern und Jugendlichen. Dazu fanden zahlreiche Veranstaltungen in ganz Bayern statt. Im zweiten Teil der Kampagne wurde von Herbst 2016 bis ins Frühjahr 2017 das Thema Depressionen bei Erwachsenen aufgegriffen.

 

Die Ministerin unterstrich: "Es ist auch wichtig, für die Menschen in Bayern flächendeckend eine qualitativ hochwertige psychiatrische Versorgung zu gewährleisten. Deshalb haben wir die entsprechenden Strukturen in den vergangenen Jahren weiter ausgebaut."

 

Weltweit gehören depressive Störungen zu den häufigsten psychischen Erkrankungen. Aus dem Bericht des bayerischen Gesundheitsministeriums zur Kampagne zu Depressionen geht hervor, dass in Bayern derzeit rund eine Millionen Erwachsene von der Erkrankung betroffen sind. Von den Kindern und Jugendlichen zwischen 14 und 18 Jahren in Bayern leiden rund 7 Prozent an Depressionen. Die Zahl der Kinder und Jugendlichen, die sich nicht in ärztliche Behandlung begeben haben, ist hier nicht mit einbezogen, die Zahl der tatsächlich von einer Depression Betroffenen dürfte daher höher sein. Mehr Informationen zur Kampagne finden sich im Internet unter www.bitte-stoer-mich.de.

Autor: Pressemitteilung

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