29.09.2016, 10:45 Uhr

Beilage oder Hauptgericht Kürbis-Gnocchi mit Salbei-Butter und Kürbiskern-Öl (vegetarisch)

Foto: Mona Pöppe (Foto:Schmid)Foto: Mona Pöppe (Foto:Schmid)

Kartoffel Gnocchi kann jeder, deshalb - passend zur Saison gibt es heute Kürbis-Gnocchi.

Lektion 1: Korrekte Aussprache des zu kochenden Gerichts: Gnocchi werden wie folgt ausgesprochen: N’jokki [ˈɲɔkːi] bitte nicht Gnotschi, Gnokki oder sonstige übelste Verschandlungen dieses kleinen, feinen italieneichen Nocken.

Gnocchi sind kleine, ovale Nocken die meistens aus Kartoffeln hergestellt werden und ähnlich wie Nudeln oder Kartoffeln als Beilage aber auch als Hauptgericht serviert werden können. Sie sind besonders durch ihre kleine, rundliche Form mit den mysteriösen Längsrillen, die ganz simpel einfach durch eine Gabel eingedrückt werden. Weitaus weniger spektakulär als man denkt.

Was ihr braucht:

Kochtopf & Schaumlöffel / Kloßkelle

Wasser

Messer

Schneidebrett

Schüssel

Kartoffelpresse

Kochlöffel

Teigschaber

Backpapier

viel Mehl

einen braven Putzlappen

Teig:

1 kg Hokkaido Kürbis

2 normal große Kartoffeln (gekocht)

200 g Mehl

1 Ei vom happy Huhn

1 EL Butter

Salz, Pfeffer, Muskatnuss (gerieben)

SalbeiButter: 50 g Butter

2-3 Salbeizweige

Salz & Pfeffer

evtl. KürbiskernÖl oder Parmesan (nach Geschmack)

Und so wird´s gemacht:

Als aller erstes: Pfötchen unters Wasser und gründlich waschen!

Den Kürbis mit Hilfe eines scharfen Messers vorsichtig schälen und die Kerne herausnehmen. Den Backofen auf 200°C vorheizen und den in Stücke geschnittenen Kürbis, auf ein mit Backpapier belegtes Blech geben für etwa 25-30 Minuten. (Mit einem Schaschlikspieß, Zahnstocher oder einer Gabel auf Konsistenz prüfen).

Den weichen Kürbis mit den gekochten Kartoffeln durch die Kartoffelpresse drücken. Das Mehl, das Ei vom glücklichen Huhn, die Butter und die Gewürze unterrühren.

Der Teig ist relativ weich - es wird sich die Konsistenz aber noch deutlich verändern.

Ladies & Gentlemen - jetzt benötigen Sie viel Geduld, Liebe und gute Nerven und vor allem: Zeit. Die Arbeitsfläche mit viel Mehl bestäuben und immer wieder eine Portion (so groß wie ein Tennisball) zu einer längern Wurst rollen (keine Ahnung wie man das schöner ausdrücken könnte!). Von dieser dann etwa 1€ breite Stücke mit dem Messer abteilen, rund formen und mit einer Gabel eindrücken. Das dauert einfach sehr lange, aber wer hier fleißig arbeitet (evtl. eine 3.& 4. helfende Hand hat) wird mit einem spitzen Ergebnis belohnt.

Die Gnocchi auf eine bemehlte Fläche legen bis sie die Reise ins feuchte Nass antreten dürfen.

In einen Kochtopf mit kochendem Salzwasser, die kleinen Kürbisnocken reinrutschen lassen und sobald sie oben schwimmen (das dauert wirklich überhaupt nicht lange, also unbedingt dabei stehen bleiben!!!) mit dem Schaumlöffel die fertigen Gnocchi abschöpfen.

Parallel dazu in einem Pfännchen oder Topf die Butter schmelzen, Salbei hinzugeben und warten bis sie leicht braun wird. Dann sofort vom Feuer nehmen, das sie sonst sehr zügig verbrennt und ungenießbar wird.

Die fertigen Gnocchi werden mit der braunen SalbeiButter und mit Salz & Pfeffer gewürzt, serviert und zum Abschluss kann man - muss man aber nicht - noch KürbiskernÖl darüber träufeln oder etwas geriebenen Parmesan - lasst es euch schmecken!

Mhmmmm so fein! Nomnomnom! Eure Mona / bei Fragen - Facebook: Ramona Pöppe

P.S: Das einzige was nicht so viel Spaß macht, ist das viele Mehl wieder zu entfernen, das braucht man aber auch, damit nicht alles o’babbt / anklebt. Deshalb habe ich den braven Putzlappen erwähnt - man wird um ihn nicht drum herum kommen.


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