31.08.2017, 09:45 Uhr

In den Landkreisen Altötting sowie Mühldorf 52.000 Potenztabletten sichergestellt

Foto: Hauptzollamt Lindau (Foto:Schmid)Foto: Hauptzollamt Lindau (Foto:Schmid)

Schmuggelware wurde in Deutschland umverpackt und an die Endverbraucher weitergeleitet

LANDKREIS ALTÖTTING/MÜHLDORF Wie das Hauptzollamt Lindau am 31. August mitteilte, haben Lindauer Zollfahnder bereits Anfang August 2017 bei sechs Wohnungsdurchsuchungen in den Landkreisen Altötting sowie Mühldorf am Inn, aber auch in Leisnig in Sachsen rund 52.000 potenzsteigernde Tabletten sichergestellt und zwei Haftbefehle des Amtsgerichts Traunstein vollstreckt.

Zudem wurde das Vermögen der beiden Hauptbeschuldigten, eine 57-jährige Deutsche und deren 29-jährige Tochter, eingefroren. Dazu beschlagnahmten die Fahnder einen Pkw sowie ein Motorrad und ließen eine Zwangssicherungshypothek in Höhe von rund 70.000 Euro auf das Grundstück der Tatverdächtigen eintragen.

Über den Zollverbindungsbeamten in China ist es gelungen, vier Bankkonten der Lieferanten und Hinterleute in Hongkong einzufrieren. Somit ist der von Asien aus agierenden Gruppierung der Zugriff auf rund 250.000 Euro verwehrt.

Den sechs Tatverdächtigen wird vorgeworfen, seit 2015 - durch Organisatoren in China gesteuert - eingeschmuggelte Potenzmittel aus Indien und Nepal an Abnehmer in ganz Deutschland, Österreich und der Schweiz über das Internet vertrieben zu haben.

Die Rolle der zwischen 29 und 67 Jahre alten Deutschen soll dabei die Entgegennahme der Schmuggelware sowie deren Umverpackung und Weiterleitung an die Endkunden gewesen sein.

An dem Einsatz waren rund 50 Einsatzkräfte des Zolls beteiligt. Nachdem die beiden Beschuldigten umfangreiche Angaben gemacht hatten, setzte der zuständige Ermittlungsrichter die beiden Haftbefehle mit strengen Auflagen außer Vollzug.

Die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Traunstein und der Zollfahndung Lindau dauern an.


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