11.09.2017, 11:07 Uhr

Nach Rosenheim verlegt: Meridian begrüßt Verlegung der Güterzugkontrollen

Foto: Axel EffnerFoto: Axel Effner

Die jetzt getroffene Vereinbarung, die Kontrollen von Raubling auf ein Rangiergleis nach Rosenheim zu verlegen, sollte zu einer Normalisierung der Verkehre führen.

HOLZKIRCHEN Güterzugkontrollen zwischen Kufstein und Rosenheim wegen möglicher Migranten auf den Zügen haben in den letzten Monaten zu zahlreichen Zugausfällen und Verspätungen geführt. Vertreter des Meridian haben intensiv auf eine Veränderung der Kontrollen hingewirkt.

Die heute bekanntgegebene Verlegung nach Rosenheim wird daher sehr begrüßt.

Auf Anordnung der Bundespolizei wurden in den letzten Monaten, verstärkt seit Mai 2017, die vom Brenner kommenden Güterzüge bei Raubling gestoppt und hinsichtlich einreisender Migranten kontrolliert. Da die Kontrollen auf freier Strecke stattfanden, mussten sämtliche Züge des Meridian gestoppt werden.

Die Kontrollen wurden oftmals mehrfach am Tag durchgeführt und dauerten teilweise bis zu zwei Stunden. Dies hatte zur Folge, dass die betroffenen Zugleistungen durch Busse ersetzt werden mussten. Als Betreiber bekam der Meridian nur den Tag der Kontrollen vorab mitgeteilt, aber nicht den einzelnen betroffenen Zug. So musste der Busnotverkehr häufig ad hoc bestellt werden, was zu Verzögerungen führte. Eine dauerhafte Bereitstellung von Bussen war wegen fehlender Buskapazitäten nicht an jedem Tag möglich.

Seit Beginn der Güterzugkontrollen stand die Bayerische Oberlandbahn GmbH, die den Meridian betreibt, in intensiven Gesprächen mit der Bundespolizei und der Politik, um einerseits Leib und Leben der Migranten zu sichern, andererseits den Fahrgästen Fahrten mit dem Meridian nach Kufstein zu ermöglichen.

„Für unsere Fahrgäste und Mitarbeiter waren die letzten Monate eine sehr große Herausforderung. Die häufigen Zugausfälle und Verspätungen haben bei uns zu massiven Beschwerden geführt. Wir begrüßen daher die Verlegung der Kontrollen nach Rosenheim,“ so Dr. Bernd Rosenbusch, Vorsitzender der Geschäftsführung der Bayerischen Oberlandbahn GmbH. „Wir sind froh, dass unsere Gespräche auf regionaler, Landes- und Bundesebene zu einer fahrgastfreundlichen Verlegung beigetragen haben.“

„Nach Monaten der Einschränkungen sollte die neue Lösung im Sinne der Meridian-Kunden im Inntal nun so schnell wie möglich und nicht, wie angekündigt, erst in den nächsten Monaten umgesetzt werden,“ so Rosenbusch weiter.

Der Meridian berichtet über mögliche Einschränkungen auf seiner Webseite (www.meridian-bob-brb.de) und über seine gleichnamige mobile App


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