01.08.2017, 18:16 Uhr

16 Teams mit von der Partie 25. Sautrogrennen war eine Riesengaudi

Foto: Claudia Kruppa (Foto:Schmid)Foto: Claudia Kruppa (Foto:Schmid)

Meist ganz ruhig und beschaulich unter schattenspendenden Bäumen dahinfließend, wird die Sempt einmal im Jahr, am letzten Sonntag im Juli, Zeuge eines spritzig-quirligen Spektakels. Seit 25 Jahren richtet der Burschenverein Langengeisling das berühmt-berüchtigte Sautrogrennen aus.

LANGENGEISLING Regeln gibt es keine, mitmachen darf jeder, die Anmeldung läuft unter der Kategorie „Geislinger“ oder „Nicht-Geislinger“. So einfach ist das. Der Sautrog ist selbst mitzubringen, die Besatzung besteht aus zwei Personen und gestartet wird an der Brücke beim Flötzinger, Am Anger in Langengeisling. Der Streckenabschnitt beträgt über zwei Kilometer, das Ziel ist die Brücke am Alten Feuerwehrhaus, das inzwischen zum Bundesleistungszentrum für Sautrogrennen geworden ist.

Entstanden ist das legendäre Sautrogrennen 1992 aus einer Schnapsidee heraus, als nämlich einige Burschen zur Aktivenfeier, die für alle, die bei der Vorbereitung des Wein- und Dorffestes fleißig mitgeholfen hatten, ausgerichtet wurde, im Sautrog anreisten. Damals machten sich also vierzehn Sautröge mit jeweils zwei Mann Besatzung von Geisling nach Altham auf. Das Rennen war bei Aktiven wie Zuschauern so ein großer Erfolg, dass sich das Sautrogrennen bis heute etabliert hat.

16 Teams waren mit von der Partie, so viele wie sonst nie, freut sich Hansi Pfeiffer, erster Vorstand des Geislinger Burschenvereins. Viele „Wiederholungstäter“, waren dabei, aber auch neue, wie das (noch amtierende) Narhalla Prinzenpaar Carolina Berglehner und Ferdinand Zehner.

Anstrengend ist die ganze Angelegenheit allerdings schon. Die beiden kamen nach etwa 40 Minuten ins Ziel und paddelten damit gute zwölf Minuten länger als die Erstplatzierten mit 28 Minuten. Aber ganz gleich, ob 28, 40 Minuten oder länger, die Aktion kostet die Teilnehmer immens viel Kraft und Energie, läuft doch der Sautrog ständig mit Wasser voll. Mitunter müssen die wackeren Wettkämpfer unterwegs aussteigen und in der bis zu 60 Zentimeter tiefen Sempt stehend, den Sautrog einmal umdrehen, bis alles Wasser draußen ist, damit es weitergehen kann.

Kentern gehört dazu, doch – als ob das viele Wasser von unten nicht schon genügen würde – werden die Sautrogpaddler von den Zuschauern von den Brücken und vom Ufer aus auch noch mit Wasser übergossen. Auch das gehört dazu und ist ein Heidenspaß für alle, vor allem bei so heißen Sommertemperaturen. Als Belohnung wird am Ziel mit kalten Getränken, Steaksemmeln und jeder Menge Gaudi gefeiert. Also dann… auf die nächsten 25 Jahre.


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