17.03.2017, 23:55 Uhr

Kindergarten Investition in die Kleinsten: 'Lummerland'-Anbau eingeweiht

Foto: Knott/Stadt AbensbergFoto: Knott/Stadt Abensberg

Kindergarten-Leiterin Annemarie Papperger bringt eigentlich nichts so schnell aus der Ruhe; immerhin hat sie in Abensbergs größtem Kindergarten aktuell 147 Kinder im Gebäude in der Römerstraße.

ABENSBERG Aber sie hat ein starkes Team, und so gab sich die Aufregung angesichts der Einweihung des Anbaus  am Dienstag, 14. März, recht schnell, als die Festgäste nacheinander eintrafen. Sie waren ja schließlich alle gut gelaunt:  Stadträte, am Bau beteiligte Firmen und auch städtische Mitarbeiter, die am Projekt beteiligt waren.

"Lasst die Kinder zu mir kommen"

Dazu die Abensberger Geistlichkeit, wie gewohnt in ökumenischer Doppelspitze mit Pfarrer Georg Birner und Pfarrerin Barbara Dietrich, die an die Worte Jesu erinnerten: "Lasst die Kinder zu mir kommen." Nach gemeinsamen Gebeten und einem süßen Tanzreigen in der Aula des Kindergartens weihten die Geistlichen dann den neuen Kindergartenraum - den Raum für die Giraffenkindergruppe - ein. Im Lummerland sind nun fünf Kindergartengruppen untergebracht - neben der neuen sind dies die Löwen-, Tiger-, Elefanten- und die Bärenkindergruppe. Statt bisher 124 können nun bis zu 150 Kinder betreut werden, dann ist Schluss, die letzte Ausbaustufe am Standort Römerstraße ist erreicht, die Stadt Abensberg muss den steigenden Bedarf an Betreuungsplätzen anderswo ermöglichen. Nächste Projekte: In Offenstetten wird eine Kinderkrippe errichtet, der Container am Fridolins Kindernest in Sandharlanden wird durch einen festen Anbau ersetzt.

1885 war es eine Kinderbewahranstalt

Zuvor richtete Frau Papperger einige Worte an die Festgäste. Elf Erzieherinnen, acht Kinderpflegerinnen und eine Praktikantin betreuen die Kleinen im Lummerland - der Kindergarten mit der längsten Tradition im Landkreis Kelheim übrigens, denn an dieser Stelle wurde 1885 eine Kinderbewahranstalt eröffnet, unter Leitung und Betreuung der Mallersdorfer Schwestern. Auch damals wurde ständig erweitert - in den 50er Jahren, nochmals in den 70er Jahren. 1978 gaben die Mallersdorfer Schwestern den Kindergarten ab, 1993 beschloss die Stadt Abensberg schließlich den Neubau an selber Stelle. Durch die Zeiten ist eines gleich geblieben, so Frau Papperger: "Die Förderung einer guten Entwicklung der Kinder und Entlastung der Eltern. Deshalb gilt unser Dank auch heute noch Herrn Bürgermeister Dr. Uwe Brandl, dem Stadtrat und der Stadtverwaltung für das neue Haus, für das Interesse am Kindergarten und für das Vertrauen in die pädagogische Arbeit."

Gfoit's eich, Kinder? Jaaa!

Erster Bürgermeister Dr. Brandl dankte für die positiven Worte und machte nochmals deutlich, dass in Abensberg die Vereinbarkeit von Familie und Beruf angeboten wird, dank laufender Anstrengungen und Investitionen in sämtlichen Bereichen, die mit der Stadtverwaltung, dem Stadtrat oder dem städtischen Budget zu tun haben. Die Kinder fragte er dann im Giraffenkinder-Raum: "Kinder, gfoit's eich do herin?" "Jaaa!", tönte es aus vielen Kehlen.


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