16.03.2017, 15:00 Uhr

Merkwürdige Schließung einer Postagentur Briefkasten nicht geleert? Frau verliert ihr Krankengeld

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Die Geschichte ist traurig und ärgerlich zugleich: Während Rentner Manfred S. aus Vilsbiburg gerade eine Antikörper-Therapie über sich ergehen lassen muss, kämpft er gleichzeitig vor dem Sozialgericht um die verlorenen Rechte seiner Frau.

VILSBIBURG Der Frau von Manfred Schmöller (Name von der Redaktion geändert) ist das Krankengeld für neun Fehltage gestrichen worden, weil ein Briefkasten angeblich nicht rechtzeitig geleert wurde. Die Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung „hatte ich rechtzeitig eingeworfen“, so Schmöller.

Doch das muss er beweisen können. Die Indizien hat er auf seiner Seite. Wie das Wochenblatt erfuhr, waren auch mehrere andere Personen vom „vergessenen“ Briefkasten betroffen – darunter ein Arzt. Seine Laborproben wurden nicht abgeholt. Alle beschwerten sich.

Der Fall bezieht sich auf einen Zeitraum im November 2016. Der besagte Briefkasten vor einem Vilsbiburger Lebensmittelgeschäft wurde wenige Tage später überraschend entfernt. Wenige Wochen vorher war die Postagentur im Lebensmittelmarkt geschlossen worden. „Der Auszug wurde von der Post ohne Angabe von Gründen durchgeführt. Den Briefkasten ließen sie später abmontieren“, so ein Mitglied der Geschäftsleitung zum Wochenblatt.

Die Postagentur befand sich acht Jahre lang im Einkaufsmarkt (2008 bis 2016). Heute ist sie im Schreibwarengeschäft Mertel untergebracht. Wie sich Mitarbeiter des Supermarkts erinnern, war „ein Taxiunternehmen mit der Abholung der Briefe beauftragt.“ Eine Mitarbeiterin vermutet, dass „mit der Schließung der Agentur der Briefkasten gedanklich auch geschlossen wurde.“

Lesen Sie mehr auf Seite 6 in der aktuellen Ausgabe des Landshuter Wochenblatts 


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