20.03.2017, 15:13 Uhr

Ab sofort werden Unterschriften gesammelt Widerstand gegen Westtangente formiert sich

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Es ist eines der Wahlversprechen von Neu-Oberbürgermeister Alexander Putz: Der Bau der Westtangente, um Landshut vom Verkehr zu entlasten. Das Projekt ist umstritten.

LANDSHUT Stau, Stau, Stau: Viele Brummi- und Autofahrer in und um Landshut sehnen sich nach wirkungsvollen Umgehungsstraßen. Doch offenbar sind die Projekte verkehrstechnisch nicht so überzeugend, wie sie politisch verkauft werden. 

Mit dieser Argumentation startet jetzt die Bürgerinitiative "Pro Lebensraum an Isar und Flutmulde - contra Westtangente". Für ein Bürgerbegehren sind mindestens 3.500 Unterschriften notwendig.

Diesen sollen jetzt etappenweise gesammelt werden, zunächst am Samstag von 10 bis 14 Uhr am Ländtor und am 3. April bei einer Infoveranstaltung in der Gaststätte der Schwimmschule. 

Die Bürgerinitiative stellte sich am Montag im Gasthof "Zur Insel" der Presse vor. Ihr Sprecher ist Rechtsanwalt Peter Rottner. 

Die BI ist eine direkte Antwort auf ein Bürgerbegehren des "konservativ-bürgerlichen Blocks" des Landshuter Stadtrats (FW, LM, CSU, FDP, BFL), das eine Entlastungsstraße am Stadtrand im Landshuter Westen durchsetzen will.

Vertreter des Bund Naturschutzes, wie Kathy Mühlebach-Sturm und Uli Kaltenegger, sehen darin eine drohende Zerstörung wertvollen Auwaldes und eine Reduzierung des innerstädtischen Naherholungsgebiets.

Zudem sei das Straßenbauprojekt "in Anbetracht der verfügbaren Mittel der Stadt nahezu unfinanzierbar", so Kaltenegger und Mühlebach-Sturm. Die Höhe möglicher Fördermittel stehe in den Sternen. 


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