21.04.2017, 10:51 Uhr

Brutaler Fall von Selbstjustiz SEK befreit 19-Jährigen aus Wohnung in Landshut

Foto: Archiv/PolizeiFoto: Archiv/Polizei

Ein Sondereinsatzkommando der Polizei (SEK) hat am Mittwoch einen 19-Jährigen aus einer Wohnung in Landshut befreien müssen. Der Teenager schuldete einer 29-Jährigen Geld, die entführte ihn zusammen mit zwei Komplizen.

GEISENHAUSEN SEK-Einsatz in Landshut. Spezialeinheiten der Polizei haben am Mittwochabend eine Wohnung gestürmt. Die Beamten nahmen fünf junge Leute fest, die zuvor einen 19-Jährigen entführt hatten.

Der 19-Jährige war gegen 20 Uhr in Geisenhausen von einer 29-Jährigen Landshuterin und zwei Komplizen (19 und 20 Jahre alt) gekidnappt und in die Landshuter Wohnung eines Komplizen verschleppt worden. Die Täter hatten sich mit ihrem Opfer getroffen und es mit einer Pistole bedroht. Grund für die Entführung: Der Teenager schuldete der Frau einen niedrigen vierstelligen Geldbetrag.

Die Mutter des 19-Jährigen alarmierte die Polizei. Die stürmte mit einem SEK die Wohnung in Landshut, wo das Opfer festgehalten worden war. In der Wohnung hatten sich zwei weitere junge Männer aufgehalten, die den 19-Jährigen ebenfalls mit einer Pistole bedroht hatten, um an das Geld zu kommen. Das Quintett hatte den jungen Mann gehen lassen als es mitbekam, dass die Polizei die Fahndung eingeleitet hat.

Die fünf Täter wurden festgenommen. Wie sich herausstellte, hatte es sich bei den Pistolen um Luftdruckwaffen gehandelt. Ein Haftrichter ordnete Untersuchungshaft an.


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