05.09.2017, 11:22 Uhr

Tag der Epilepsie am 13. Oktober Theaterstück `Steile Welle', um auf ein Tabu aufmerksam zu machen

Foto: pm (Foto:Schmid)Foto: pm (Foto:Schmid)

Anlässlich des Tages der Epilepsie 2017 präsentiert die Epilepsie Beratung Niederbayern in Kooperation mit der Gesprächsgruppe epilepsiekranke Erwachsene Passau am 13.Oktober 2017 im Gasthof Knott in Jacking 1, 94113 Tiefenbach das Solo-Theaterstück „Steile Welle“.

LANDSHUT PASSAU Die Schauspielerin Marion Witt leidet selbst seit ihrer Kindheit an dieser neurologischen Erkrankung und hat gemeinsam mit dem Regisseur Hans König eine provokante „One-Woman-Show“ geschaffen, die den Besucher mitnimmt in die „Welt der zappelnden Glieder“. Als Protagonistin Ursula erzählt sie von Begehren und Aufbegehren, bewegt sich durch ihr Leben zwischen EEG-Kurven und „steilen Wellen“ und findet dabei nicht nur ein Stück Realität, sondern auch Lebendigkeit und Zufriedenheit.

„Steile Welle“ ist Beispiel für unseren persönlichen und sozialen Umgang mit Krankheit und Anderssein.

Ziel des Tags der Epilepsie ist es, auf eine Krankheit aufmerksam zu machen, die einerseits sehr verbreitet und andererseits mit vielen Vorurteilen verbunden ist.

11.500 Epilepsie-Betroffene leben in Niederbayern – dass ist quasi jeder Hundertste. In Passau müssten statistisch demnach 500 Menschen mit Epilepsie leben. Zudem hat jeder 20. Mensch – also 5 % der Bevölkerung – im Laufe des Lebens einen oder gar mehrere epileptische Anfälle, ohne Epilepsie zu haben. Ausgelöst können letztere etwa durch Alkoholgenuss, Fieber, Schlafentzug oder akute Erkrankungen des Gehirns werden. Oftmals ist ein epileptischer Anfall  nicht gleich als solcher erkennbar; nicht alle Betroffenen haben einen klassischen Krampfanfall, vielmehr kann es auch sein, dass lediglich eine Hand kribbelt, sich ein Bein oder ein Arm taub anfühlt oder verkrampft oder man hat lediglich eine kurze Bewusstseinsstörung.

Epilepsie ist heute gut behandelbar. Der Mehrheit der Patienten wird anfallsfrei und kann dann wieder ein völlig normales Leben führen. So dürfen Betroffene in der Regel nach einer 1-jährigen Anfallsfreiheit wieder Auto fahren (Lkw-Fahren ist mit Epilepsie ausgeschlossen) und sind auch für die meisten beruflichen Tätigkeiten wieder uneingeschränkt einsetzbar, weiß Ulrike Jungwirth, Leiterin der Epilepsie Beratung Niederbayern an der Kinderklinik Dritter Orden in Passau.

Beginn der Veranstaltung ist um 20 Uhr, Einlass bereits ab 18 Uhr.

Kartenfür das Theaterstück sind  erhältlich bei der Passauer Woche unter Tel. 0851/5014-49, am Empfang der Kinderklink Passau oder im Gasthof Knott.

Bürger aus Landshut können die Karten auch über die hauspost beim Landshuter Wochenblatt vorbestellen bzw. abholen: Maybachstraße 8, 84030 Landshut, Tel. 0871/1419-0.   

Epilepsie Beratung Niederbayern - Außenstelle Landshut

Kinderkankenhaus St. Marien Elisabeth Staber-Melzig Grillparzerstraße 9 84036 Landshut

Außensprechtage: Klinikum St. Elisabeth, Straubing

Telefon: 0871/ 852 1314 Telefax: 0871/ 852 1406 E-Mail: epilepsie-landshut@kinderklinik-passau.de

www.epilepsieberatung-niederbayern.de


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