13.10.2010, 12:33 Uhr

Messung nach der Lärmsanierung zeigt: Vier Dezibel leiser durch die Niedermayerstraße in Landshut

Die Lärm schluckende Asphaltschicht in der Landshuter Niedermayerstraße ist aufgetragen. Aber hat er wirklich eine Verbesserung gebracht? "Ja", sagt das Tiefbauamt Landshut und verweist auf eine jetzt durchgeführte Messung.

LANDSHUT Ob ein Lärm schluckender Asphalt wirklich etwas bringt oder die Baumaßnahme in der Niedermayerstraße lediglich eine Maßnahme zur Ankurbelung der Konjunktur zu Lasten des Nervenkostüms der Anwohner und Geschäftsleute war – darüber wurde in den letzten Monaten viel diskutiert. Jetzt ist es amtlich: Der neue Asphalt hat wirklich was gebracht – jedenfalls was den durch Reifen erzeugten Lärm angeht.

Wie Gerhard Anger, Leiter des Tiefbauamtes Landshut erklärte, habe eine Messung eine Lärmminderung der Reifengeräusche um vier Dezibel ergeben. Die 17.000 Fahrzeuge, die täglich die Niedermayerstraße passieren, machen in Bezug auf die Abrollgeräusche also tatsächlich nur noch so viel Lärm wie rund 7.000 Autos. „Das ist das, was sich alle Fachstellen im besten Fall erhofft hatten“, so Anger. 

„Was wir allerdings nicht beeinflussen können, das sind die Motorengeräusche“, so der Tiefbauamtsleiter weiter. Da aber neue Fahrzeuge immer weniger Motorenlärm verursachten und immer häufiger untertourig gefahren würde, hätte sich die Baumaßnahme auf alle Fälle für die Anwohner gelohnt.

Trotzdem wichtig: Damit das Geld nicht umsonst investiert wurde, sollten Auto- und Motorradfahrer aus Rücksicht auf die Anwohner sensibel Gas geben und auf aufheulende Motoren verzichten – und natürlich nicht mit voll aufgedrehter Stereoanlage durch die Niedermayerstraße brettern. Sonst hilft der beste Flüsterasphalt nichts.


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