10.03.2017, 18:36 Uhr

"Kosten für die Gymnasialreform ersetzen" Kommunen fordern Planungssicherheit für den Ausbau von Gymnasien

Foto: Ursula HildebrandFoto: Ursula Hildebrand

G8 oder G9? Und welche Auswirkungen hat das auf die Kommunen? Dies wurde am Freitag, 10. März, bei der Bezirksversammlung Niederbayern des Städtetags in Eggenfelden besprochen.

EGGENFELD "Die Kommunen brauchen Klarheit über die Laufzeit des Gymnasiums, damit sie Sicherheit für die Planung beim Bau und Ausbau von Gymnasien erhalten. Der Bayerische Städtetag erwartet von der Staatsregierung, dass das Konnexitätsprinzip zur Anwendung kommt: Der Freistaat muss den Kommunen zusätzliche Investitionskosten einer Gymnasialreform ersetzen. Wenn der Freistaat das neunstufige Gymnasium einführt, muss er für die Mehrkosten bei der Umstellung aufkommen", sagt der Vorsitzende des Bayerischen Städtetags, Nürnbergs Oberbürgermeister Dr. Ulrich Maly. Der Dialogprozess des Ministerpräsidenten und des Kultusministeriums mit kommunalen Spitzenverbänden, Lehrerverbänden und Elternverbänden geht in die Endphase.

Der Bayerische Städtetag hält eine Rückkehr zum neunstufigen Gymnasium (G9) für sinnvoll. Der Städtetag hatte bereits im November 2016 die Rückkehr zum G9 angeregt, da Mischmodelle nicht weiter helfen. Die Beratungen im Vorstand, den Ausschüssen und den Bezirksversammlungen des Bayerischen Städtetags haben ein klares Votum für das neunstufige Gymnasium geliefert. Maly: "Die Sachaufwandsträger brauchen rasch Planungssicherheit. Die Kommunen als Sachaufwandsträger dürfen nicht mit unterschiedlichen Gymnasialmodellen und schwer organisierbaren Parallelstrukturen im Stich gelassen werden. Wir brauchen stabile und dauerhafte Strukturen in der Schullandschaft."

Die Kommunen benötigen eine verlässliche Grundlage zur Planung des Raumbedarfs ihrer Schulen. Ein G9 bedeutet einen höheren Raumbedarf für Schüler und Lehrkräfte, mehr Klassenzimmer, Fachräume und Sporthallen.


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