06.03.2017, 13:44 Uhr

Gastronomie Aus dem Rive Droite wird jetzt ein weiteres Burger-Restaurant

Aus dem Rive Droite in der Drei-Mohren-Straße wird jetzt ein Burger-Restaurant Foto: ceAus dem Rive Droite in der Drei-Mohren-Straße wird jetzt ein Burger-Restaurant Foto: ce

Eine interessante Gastronomie findet einen neuen Nutzer – wenig überraschend: Es wird wohl erneut ein Burger-Restaurant. Und das auch noch wenige Meter entfernt von einem McDonald’s-Restaurant am Arnulfsplatz sowie einem Burger-Restaurant am Kohlenmarkt.

REGENSBURG Doch offenbar war die Schwierigkeit der Vermietung, dass das Lokal nicht nur ein Erdgeschoss, sondern ein komplettes erstes Stockwerk vorhält.

Es geht um das ehemalige Rive Droite in der Drei-Mohren-Straße, auf der Unbekannte liebevoll zwei Pünktchen über dem „o“ anbrachten und die nun „Drei-Möhren-Straße“ heißt. Das Gebäude ist eines der Interessantesten in der Ludwigstraße, Ecke Drei-Mohren-Straße: Es ist laut „Großem Bauer“, der Bibel für Bauwerke in Regensburg, eines der wenigen Fachwerkhäuser in Regensburg. Das Fachwerk ist aus dem 18. Jahrhundert, im östlichen Teil des Hauses wurde sogar römisches Mauerwerk nachgewiesen. Zwischen 1732 und 1965 befand sich in dem Gebäude das Lebensmittelgeschäft Pflaum – das Haus ist also ein echtes Kleinod in Regensburg.

Zwiaschen 2010 und 2016 war das Lokal Rive Droite in dem Gebäude. Bereits damals gab es unter anderem Burger. Die Schließung des Lokals, dessen Interieur einen Hauch von Jugendstil hatte, begründete der damalige Wirt mit den immens steigenden Kosten. So habe er insgesamt knapp 10.000 Euro Miete und Nebenkosten bezahlt, dazu habe der Pay-TV-Sender Sky die Preise nahezu verdoppelt. Lange dauerte die Sanierung des Gebäudes. Das Wochenblatt hatte vor Wochen mit der Inhaberin des Gebäudes gesprochen, die auch das Peppers und das Al Camino am Haidplatz vermietet. „Problematisch ist der zweite Stock“, sagte die Immobilien-Inhaberin damals zu unserer Zeitung. Tagsüber Gäste dazu zu bewegen, auch oben Platz zu nehmen, sei nicht einfach. Erheblich investiert hat man nun in den Innenausbau. Seit Monaten zimmerten die Handwerker in dem Gebäude. Jetzt gibt es bald Burger. Den Zuschlag bekam das Franchise-Unternehmen „The Burger House“, die hauptsächlich in der Landeshauptstadt München vertreten ist. Aber auch in Starnberg, Stuttgart und sogar in Kuwait gibt es „The Burger House“-Restaurants. Die Regensburger sehen derzeit auf jeden Fall bereits, was kommen wird: Die Burger-Brater haben alle Fenster bereits mit Plakaten verklebt. Darauf heißt es: „What happens in the Burger House stays in the Burger House.“ Also sinngemäß: Was in der Burger-Bude passiert, bleibt auch dort.

Jetzt zieht es den Junggastronomen Nicolas Hegewisch nun mit seinem „Burger House“ in die Welterbestadt. „Schon nach den ersten Besuchen und Besichtigungen vor Ort, waren wir vom besonderen Flair der Stadt und der Herzlichkeit der Oberpfälzer begeistert. Wir freuen uns sehr, unsere ehrliche, frische Küche mit viel Liebe zum Detail bald den Regensburgern servieren zu dürfen“, berichtet Hegewisch, Geschäftsführer der Burger House GmbH. So einfach und doch besonders ist das Konzept, das schließlich überzeugte: regionales, hochwertiges, frisches Fleisch auf klassischen aber auch ausgefallenen Burgern. Natürlich finden sich auch vegetarische Varianten auf der Speisekarte.

Bevor er seinen Traum vom eigenen Burgerlokal umsetzte, nutzte Hegewisch die Chance seine Kochkünste am French Culinary Institute in New York zu perfektionieren. Im Heimatland der Burger erhielten seine Frau und er zudem Einblicke in die Geheimnisse, die hinter dem richtigen Burger stecken. Diesen Erfahrungsschatz setzt Hegewisch seit 2012 mit großem Erfolg in seinen eigenen Restaurants mit besten Produkten aus Bayern und eigenen kreativen Rezepten um. Bestes regionales, frisches Fleisch, dazu selbst gebackene Brötchen und frische hausgemachte Saucen nach eigenen Rezepturen, das kommt dem Gast im „The Burger House“ ab Mitte April auch in Regensburg auf den Teller.


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