20.03.2017, 13:31 Uhr

Streit über Umgang Katja Vogel und Margit Wild gehen auf Distanz zu OB Joachim Wolbergs

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Die SPD in der Stadt und im Landkreis Regensburg streitet über den Umgang mit dem suspendierten Oberbürgermeister Joachim Wolbergs.

REGENSBURG Konkret geht es um einen weiteren geplanten öffentlichen Auftritt von Wolbergs am Montag, 27. März. Für diesen Tag hat Wolbergs als Vorsitzender des SPD-Unterbezirks zu einer Vorstandssitzung nach Regensburg eingeladen. Unterschrieben hat die Einladung, die dem Bayerischen Rundfunk vorliegt, der stellvertretende Unterbezirksvorsitzende Reiner Hummel, der Wolbergs am vergangenen Montag bei einer Sitzung der Landkreis-SPD Gelegenheit gab, seine Sicht der Dinge darzustellen. Im BR unterstreich Hummel, dass er es für richtig hält, Wolbergs die Chance zu geben, über die Korruptionsaffäre darzustellen.

Ganz anders sieht es Wolbergs' weitere Stellvertreterin im SPD-Unterbezirk, Katja Vogel. Ihre Unterschrift fehlt nach ihren Angaben ganz bewusst auf der Einladung. Dem BR sagte sie, dass sie "rein gar nichts davon hält", wenn Wolbergs Parteiämter weiter ausübt. Das habe sie ihm auch persönlich mitgeteilt. Auch die Landtagsabgeordnete Margit Wild findet das Vorgehen von Wolbergs unangemessen. Wild ist auch Vorsitzende der SPD in der Stadt Regensburg. Sie werde wegen eines anderen Termins nicht hingehen zur Sitzung nächsten Montag. Sie fordert Wolbergs auf, seine Parteiämter allesamt ruhen zu lassen. Wörtlich sagte sie dem BR: "Jetzt soll er einfach mal warten".

Der Landesvorstand der SPD hält sich weiter zurück. Ein Sprecher der Bayern SPD sagte, man wolle sich weiter nicht in die Belange vor Ort einmischen. Das Vorgehen von Joachim Wolbergs sei allerdings sehr unglücklich. 


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