20.04.2017, 09:47 Uhr

Spekulationen Fall Malina: Polizei hat 'überhaupt keinen Zweifel an Unglücksfall'

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Die Spekulationen schießen ins Kraut: Wie kam Malina K. zu Tode? Was ist mit der Studentin aus Regensburg passiert? Wurde die 20-Jährige getötet? Ging sie freiwillig in die Donau?

REGENSBURG Für die Polizei ist klar: "Es gibt überhaupt keinen Zweifel an einem Unglücksfall", sagt Armin Bock, Pressesprecher am Polizeipräsidium Oberpfalz in Regensburg am Dienstag, 18. April, gegenüber dem Wochenblatt.

Malina war am 19. März nach einer Party in der Alten Mälzerei spurlos verschwunden, knapp drei Wochen später, am 7. April, wurde ihre Leiche bei Donaustauf aus der Donau geborgen. Der Verdacht, die junge Frau sei in die Donau gefallen, hatte sich bestätigt. Im Netz jedoch geben selbst ernannte Hobbyermittler keine Ruhe: In diversen Foren wird diskutiert, ob nicht doch jemand die junge Frau verfolgt und in die Donau getrieben hat. Bis hin zum Mord gehen da die Phantasien mancher Leute. Ein Mann aus Baden-Württemberg, der "logische Analysen" und "kreative Lösungen" anbietet, wendet sich immer wieder an die Oberpfälzer Polizei – seine Schreiben verschickt er dabei auch immer an die Presse. "Allgemein gibt es sehr viele ganz offensichtliche Mordfälle, die letztlich als Unfall oder Suizid dargestellt werden, wenn die Polizei keine Möglichkeiten sieht einen Mord aufzuklären", schreibt er.

Für die ermittelnden Beamten aber gibt es keine Zweifel! Noch müsse man das chemisch-toxikologische Gutachten abwarten, sagt Bock. Das aber werde aller Wahrscheinlichkeit nach nicht veröffentlicht. Unklar sei auch, ob nach der langen Liegezeit im Wasser überhaupt noch etwas feststellbar sei. Das Gutachten werde in etwa fünf bis sechs Wochen vorliegen.

Weitere Infos zum Fall: Vermisste Malina


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