16.05.2017, 15:33 Uhr

Erinnerungs- und Friedensarbeit unterstützen Regierungspräsident Axel Bartelt besuchte Kriegsgräber in Regensburg

Foto: Regierung der Oberpfalz (Foto:Schmid)Foto: Regierung der Oberpfalz (Foto:Schmid)

Der Oberpfälzer Regierungspräsident Axel Bartelt ließ sich von Dr. Theophil Schindler, Kreisvorsitzender des Volksbundes der Deutschen Kriegsgräberfürsorge der Stadt Regensburg, über die Kriegsgräber in Regensburg informieren.

REGENSBURG Bartelt, der selbst vor kurzem das Amt des Bezirksvorsitzenden des Volksbundes der Deutschen Kriegsgräberfürsorge für die Oberpfalz übernommen hatte, zeigte sich sehr beeindruckt von dem vorbildlichen ehrenamtlichen Engagement, das vom Regensburger Volksbund seit Jahrzehnten geleistet wird. Insbesondere dankte der Regierungspräsident dem Kreisvorsitzenden Dr. Schindler, der sich seit über zehn Jahren mit viel Elan für den Erhalt der Erinnerungsstätten in Regensburg einsetzt. In Führungen über die Kriegsgräber vermittelte Dr. Schindler bereits vielen Schülerinnen und Schülern tiefe Einblicke über die Auswirkungen der beiden Weltkriege. "Sie leisten einen aktiven Beitrag gegen das Vergessen", so der Regierungspräsident: "Diese Erinnerungsarbeit ist wichtig, damit Europa auch in der Zukunft ein Ort des Friedens bleibt. Die Kriegsgräber zeigen auch heute noch was Krieg und Gewaltherrschaft anrichten können. Das soll in der Geschichte unseres Landes nie wieder passieren."

In Regensburg gibt es rund 1.800 Kriegsgräber aus dem Ersten und Zweiten Weltkrieg. Nicht nur deutsche Soldaten und Zivilisten, darunter auch einige Jugendliche und Kinder, sind hier begraben. Auch Letten und Russen, Ungarn, Türken, Spanier und sogar Südafrikaner ruhen unter den Kriegsgräbern in Regensburg. Zu vielen Einzelschicksalen weiß Dr. Schindler eine Geschichte. Bei seiner Grabpflege hat er viel mit den noch verbliebenen Angehörigen gesprochen und einen reichen Schatz an Zeitzeugenberichten gesammelt. Dr. Schindler vermittelt dieses Wissen auch gerne an Schülerinnen und Schüler und Interessierte weiter.

Führung am 17. Mai über die Kriegsgräber in Regensburg Der Kreisverband Regensburg des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. veranstaltet am kommenden Mittwoch, 17. Mai, um 15 Uhr eine Führung über die Kriegsgräber von Regensburg auf dem Oberen Katholischen Friedhof. Treffpunkt ist vor der Aussegnungshalle beim Eingang an der Bischof-Konrad-Straße 11. Der Eintritt ist frei, die interessierte Öffentlichkeit herzlich willkommen.

Der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e. V. wurde am 16. Dezember 1919 gegründet und ist ein eingetragener gemeinnütziger Verein mit humanitärem Auftrag. Er erhält und betreut u.a. Gräber von etwa 2,7 Millionen Opfern von Krieg und Gewaltherrschaft in 833 Kriegsgräberstätten in 46 Staaten. Er arbeitet im Auftrag der deutschen Bundesregierung und wird zum großen Teil aus Spenden, Mitgliedsbeiträgen und Sammlungen finanziert. Schirmherr des Volksbundes ist der Bundespräsident.


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