13.09.2017, 14:10 Uhr

Lokale Wertschöpfung Tobias Gotthardt besucht BERR-Solarfeld in Bergstetten

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"Das Solarfeld der Bürger Energieregion Regensburg (BERR) ist ein leuchtendes Beispiel einer funktionierenden, dezentralen Energiewende mit lokaler Wertschöpfung“, sagt Tobias Gotthardt, Bundestagskandidat der Freien Wähler. Gemeinsam mit Vertretern der FW Laaber hat sich die Bergstettener Anlage von den beiden BERR-Vorständen Walter Nowotny und Ludwig Meier erläutern lassen.

LAABER Seine klare Aussage: "Wir müssen den Weg von der notwendigen energiepolitischen Vollbremsung zur echten Energiewende schaffen. Das geht nur über die Kehrtwende zur dezentralen Bürgerenergie – genau die braucht politischen Rückhalt."

Beeindruckt zeigte sich Gotthardt vor Ort von der Leistungsfähigkeit der Anlage. Sie umfasst, so Nowotny, „eine Größe von knapp zwei Hektar und erbringt eine Leistung von rund einem Megawatt. Damit werden mehr als eine Million Kilowattstunden produziert, die 350 Haushalte mit Strom versorgen können." Neben den Erfolgen berichteten die BERR-Vorstände aber auch von "dem langen, steinigen Weg und unnötig hohen Hürden, die Politik und Energiekonzerne uns in den Weg legen", so Meier. Bis dahin, dass "nach heutiger Gesetzeslage Großprojekte wie die Bergstettener Anlage im Grunde auf genossenschaftlicher Bürgerbasis nicht mehr stemmbar sind". Entsprechend ist für Gotthardt klar: "Das muss sich ändern. Energiepolitik darf sich nicht an den Vorgaben der vier großen Konzerne richten – Ziel muss es sein, deren Leistung sukzessive durch echte Bürgerenergie und regionale Wertschöpfung zu ersetzen“. Das Potential, so Gotthardt, "ist groß". Umso hinderlicher sei es, "dass die bayerische Staatsregierung bis heute keine Konzepte einer nachhaltigen, regionalen Energieversorgung auflegt – das ist ein großes Projekt, das können Kommunen oder Landkreise alleine gar nicht leisten. Das Land steht in der Pflicht. Statt aber dort aktiv zu werden, lässt die CSU unsere Heimat umgraben für komplett überdimensionierte Monstertrassen – und wir hängen künftig am energiepolitischen Tropf des Nordens. Das kann keine Lösung für den Industriestandort Bayern sein".

Politisch wünscht Gotthardt sich in der neuen Legislatur „einBürgerenergie-Gesetz, das Initiativen wie BERR weit entschiedener alsbisher fördert – und Idealisten wie den BERR-Vorstand, die sich über jedes normale Maß hinaus einbringen, dicke Bretter bohren, um solch zukunftsweisende Projekte möglich zu machen.“


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