11.09.2017, 14:44 Uhr

Kooperationsgespräch ist für Dienstag angesetzt Versammlung vom III.Weg in Straubing: Stadt und Polizei bereiten sich auf den Ernstfall vor

Am Ludwigsplatz in Straubing soll die Kundgebung der Gruppierung "III. Weg" stattfinden. Foto: CasdorfAm Ludwigsplatz in Straubing soll die Kundgebung der Gruppierung "III. Weg" stattfinden. Foto: Casdorf

Stadt Straubing und die Polizei bereiten sich auf die geplante Kundgebung des III.Weges in der Innenstadt vor.

STRAUBING Der sogenannte „III. Weg“ weitet seine Aktivitäten in Straubing offenbar aus. Nachdem die rechtsextreme Gruppierung nach eigenen Angaben im August im Bereich des Adlers am Herzogsschloss Patrouillengänge organisiert hatte (das Wochenblatt berichtete), ist nun eine Kundgebung in der Straubinger Innenstadt geplant.

Im Verlauf des Wochenendes wurden Flyer im Stadtgebiet verteilt, in denen gegen Ausländer gewettert wird. Durch die „Asylflut“ habe sich das Stadtbild in Straubing massiv gewandelt, heißt es, es herrsche ein „Klima der Unsicherheit“.

Die Veranstaltung steht unter dem Motto „Straubing wehrt sich“ und soll am frühen Freitagabend, 15. September, am Straubinger Ludwigsplatz durchgeführt werden. Einzelheiten zum Ablauf sind nicht bekannt. Nur so viel: „Wir werden ein Zeichen setzen“, kündigt der III. Weg an.

Ob die Veranstaltung tatsächlich stattfindet, ist derzeit unklar. Auf Wochenblatt-Nachfrage wollte sich Karin Meyer, Leiterin des Ordnungsamtes, am Montagvormittag nicht dazu äußern, ob eine Versammlung bei der Stadt angekündigt worden ist. Am Montagnachmittag gab die Stadt Straubing dann bekannt, dass eine entsprechende Kundgebung des III. Weges bei der Verwaltung angezeigt worden sei. "Die Verwaltung prüft, ob Auflagen oder eventuell Verbotsgründe vorliegen", so Pressesprecher Christian Kirschner zum Wochenblatt.

Gleichzeitig formiert sich Widerstand gegen die geplante Kundgebung des III.Weges: Die "Antifa" ruft zum Protest auf. "Rechte Hetze" dürfe nicht unwidersprochen bleiben, heißt es in einem Aufruf. Störaktionen werden darin angekündigt.

Am morgigen Dienstag ist ein „Kooperationsgespräch“ zwischen Polizei und Stadt angesetzt. Dabei soll unter anderem geklärt werden, wo genau am Stadtplatz die Versammlung stattfindet. Auch das Thema Sicherheit steht auf der Tagesordnung. „Die Polizei wird in Abstimmung mit der Stadt entsprechende Maßnahmen treffen“, so ein Polizeisprecher zum Wochenblatt. 


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