10.12.2018, 10:57 Uhr

Schüler und Lehrer sind begeistert Eins mit Stern für digitale Ausstattung der Johannes-Hess-Grundschule

Digitales Klassenzimmer mit Hybridtafeln und Laptops. (Foto: Stadt Burghausen/Obele)Digitales Klassenzimmer mit Hybridtafeln und Laptops. (Foto: Stadt Burghausen/Obele)

Die komplette digitale Ausstattung für alle Klassenzimmer macht die Burghauser Johannes-Hess-Grundschule zu einer einzigartigen Vorzeige-Bildungsstätte im Landkreis.

BURGHAUSEN. Während die hohe Politik im Moment deutschlandweit darüber diskutiert, wie alle Schüler in Deutschland zukünftig digital unterrichtet werden können, ist das „digitale Klassenzimmer“ an der Burghauser Johannes-Hess-Grundschule schon Standard. Sie ist die einzige Grundschule im gesamten Landkreis, die durchgängig in allen Klassenzimmern mit interaktiven Tafeln (14 Stück), je einer Dokumentenkamera und Beamern ausgestattet ist. Dazu kommen noch Laptops oder Notebooks, je nach Altersstufe. Auch jeder Lehrer hat ein eigenes Laptop. „Schüler und Lehrer sind begeistert“, freut sich Schulleiterin Jutta Rösler-Dehs über das offene Ohr der Stadt Burghausen und die daraus folgende modernste Ausstattung ihrer Schule. Schließlich war die digitale Ausstattung, die pro Klassenzimmer etwa 6.000 Euro gekostet hat, schon beschlossene Sache, bevor es das Förderprogramm Bayern Digital II des Freistaates gab.

Systembetreuerin und Lehrerin Alexandra Starka kann der „digitalen Revolution“ an der Schule nur Positives abgewinnen: „Früher wurden zum Beispiel Wortkärtchen an die Tafeln gepinnt, jetzt können die Schüler die Wortkärtchen digital erstellen und ziehen“, so erklärt sie einen der vielen Unterschiede der Hybrid- zur Kreidetafel. Vor allem schätzt Starka die Wahlmöglichkeit zwischen analog und digital, was auch Schulleiterin Römer-Drehs bestätigt: „Es ist wichtig, beides zu haben. Die Kinder müssen schreiben und lesen lernen, aber es muss ihnen auch die digitale Welt eröffnet werden.“ Die Schüler nehmen dieses Angebot gerne an, „finden toll, dass wir über die Laptops lernen können“. Die „Digitalisierung“ an der Johannes-Hess-Schule läuft so gut, dass sogar Schulungen für Lehrkräfte anderer Schulen angeboten werden.

Ein weiterer Vorteil der neuen Ausstattung ist, dass jeder Schüler individuell angepasst seinen Lernstoff für sich erarbeiten kann, zum Beispiel während der Studienzeit in der Ganztagesklasse. Auch die Arbeitsgemeinschaft Programmieren profitiert von der neuen Ausstattung bzw. kann überhaupt nur wegen ihrer Einführung existieren: „Ohne die Laptops wäre diese Arbeitsgemeinschaft gar nicht möglich gewesen“, so Konrektorin und Klassleiterin Hedwig Mittermeier. „Zusammen mit den Legobausteinen, die die Firma Wacker gesponsert hat, können unsere Kinder jetzt programmieren lernen.“ Dass das schon wunderbar funktioniert, zeigt Till. Er hat einen Legokran so programmiert, dass dieser stehen bleibt, sobald ein Hindernis auftaucht – was gar nicht schwer war, wie er den Besuchern ganz ohne Scheu erklärt.

Neben dem EDV-Team der Firma Kreutzpointner, das sich für die Integration der einzelnen Komponenten und die Netzwerksicherheit verantwortlich zeigt, kam auch Erster Bürgermeister Hans Steindl zur offiziellen Vorstellung an die Johannes-Hess-Schule und ließ sich von den Schülern zeigen, wie gut sie schon mit den Computern umgehen können: „Ich bin von der Wichtigkeit der digitalen Ausstattung überzeugt und zusammen mit Schulreferent Norbert Englisch planen wir, auch die anderen Burghauser Schulen, ihren Wünschen entsprechend, digital auszustatten“. Bürgermeister Hans Steindl versprach noch vor Ort, die Ausstattung mit Laptops an der Johannes-Hass-Schule weiter aufzustocken, um noch mehr Flexibilität für alle Schüler erreichen zu können. Ein von der Regierung geförderter Glasfaseranschluss an allen öffentlichen Schulen soll ebenso dazu beitragen.


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