13.07.2018, 00:55 Uhr

Ausflug Für die Kinder der Grundschule Volkenschwand ging‘s auf den Hopfenhof

Erlebnis Hopfen für die Grundschüler aus Volkenschwand mit Hopfenbotschafterin Elisabeth Stiglmaier vom gleichnamigen Hopfenhof in Attenhofen. (Foto: Beate Peter, AELF Abensberg)Erlebnis Hopfen für die Grundschüler aus Volkenschwand mit Hopfenbotschafterin Elisabeth Stiglmaier vom gleichnamigen Hopfenhof in Attenhofen. (Foto: Beate Peter, AELF Abensberg)

Wie tief reichen die Wurzeln des Hopfens, wie weit wächst er in den Himmel und warum ausgerechnet bei uns in der Hallertau? Mittels Bildkarten und Texten ermittelten Grundschulkinder der vierten Klasse der Grundschule Volkenschwand Wissenswertes rund um den Hopfen.

VOLKENSCHWAND Die Aktion läuft unter dem Titel „Erlebnis Bauernhof“. Seit 2012 ermöglicht das Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten allen Grundschülern der Klassen 2 bis 4 und allen Förderschülern ein kostenloses Lernprogramm auf einem Bauernhof. „Jeder Schüler soll einmal während seiner Schulzeit einen Bauernhof besuchen und sich dort mit der Erzeugung von Lebensmitteln auseinandersetzen“, so Beate Peter vom zuständigen Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten in Abensberg. Nur was man kenne, kann man auch wertschätzen.

Und dass Hallertauer Kinder den Hopfenhof Stiglmaier in Attenhofen besuchten ist wohl klar. Denn sie leben im größten zusammenhängenden Hopfenanbaugebiet der Welt. Und so erlebten die Grundschüler mit allen Sinnen den Hopfen. Hopfenbotschafterin Elisabeth Stiglmaier ließ getrocknete Hopfendolden fühlen und riechen. Sie führte die Kinder in das gespenstische Dunkel einer Hopfenpflückmaschine, zeigte ihnen wo der Hopfen getrocknet und in Säcke gepresst wird. Dann ging es in die „Hopfenleitn“, den Hopfengarten. Dort wächst der Hopfen schon bis ganz oben. Die Schüler erfuhren, welche Arbeiten bis dahin nötig sind. Dabei sprach Stiglmaier auch Themen wie Düngung, Pflanzenschutz und Saisonarbeiter an. Die Vermittlung eines realistischen Bildes der Landwirtschaft ist wichtig.

Zurück am Hopfenhof durften die Kinder Draht aufhängen und den Hopfen andrehen – im Uhrzeigersinn, das haben sie schon gelernt. Viel Handarbeit – das lehrt den Wert und die Arbeit der Landwirte zu schätzen. Bei einer Brotzeit diskutierten die Grundschüler mit Stiglmaier das Erlebte. Das Wissen und vor allem den Duft des Hopfens nahmen die Kinder mit nach Hause: in Form einer selbst hergestellten Hopfenseife.

Sieben Betriebe in dem Landkreis Kelheim sind mit den unterschiedlichsten erlebnispädagogischen Angeboten für das Programm „Erlebnis Bauernhof“ registriert. Auskünfte zu den teilnehmenden Bauernhöfen und deren Themenangeboten sowie zu den Teilnahmebedingungen erhalten Lehrkräfte über das Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Abensberg, Ansprechpartnerin ist Beate Peter unter der Telefonnummer 09443/ 704-134 oder per Mail an Beate.Peter@aelf-ab.bayern.de. Infos gibt es auch im Internet unter www.erlebnis-bauernhof.bayern.de.


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