15.08.2018, 11:59 Uhr

Weltenbummler Mit ihrem „Bluebird Theo“ will Familie Praschel wieder auf Reisen gehen


Familie Praschel – das sind Heike und Tom mit ihren Kindern Emma und Paula – hält es nie lange an einem Ort. Dass ihre letzte Reise nun schon 14 Monate her ist, lässt die Vier so langsam unruhig werden – die „Rückkehr nach Nordamerika“ ist das große Ziel. Denn hier erlebte die Familie von Anfang April 2016 bis Mai 2017 eine richtig tolle Zeit. Die hat Heike Praschel wieder in Buchform gebracht – „mit dem Schulbus in die Wildnis“ heißt es.

LANDKREIS SCHWANDORF 13 Monate lang ging es für die Familie von Chewelah, einem kleinen Städtchen in der Nähe von Spokane/Washington State, in ihrem gelben Schulbus, den sie „Frankie“ nennen, über Kanada und Alaska nach Kettle Falls, einer kleinen Stadt in Washington State. „Dort wartet unser Schulbus ,Frankie‘ inzwischen im Garten von guten Freunden auf unsere Rückkehr“, so die Familie.

Familie Praschel erinnert sich an viele schöne Begegnungen – „wir durften einen befreundeten Musher (Lenker eines Hundeschlittens, Anmerkung der Redaktion) aus Whitehorse mehrere Tage lang begleiten, die knapp 50 Huskys mit versorgen und sogar mit einem Gespann aus 18 Hunden fahren. Bei unserer Freundin Sherri hat uns ein Pferd in der Küche besucht, eine Ziege im Auto begleitet und Rosi, das Schwein, ist mit uns spazieren gegangen“. Die Familie hat Dinge erlebt, davon können andere nur träumen!

Aktuell ist Familie Praschel wieder zu Hause im Landkreis Schwandorf. „Wir genießen ungewohnten Luxus, wie zum Beispiel fließend warmes Wasser, oder den umzäunten Garten für die Hunde und die Ruhe des sesshaften Lebens“, berichten Heike und Tom. Beide erzählen, dass die vielen manchmal auch schwierigen und gefährlichen Situationen auf den Reisen die Familie noch enger zusammengeschweißt haben. „Wir haben einen wunderbaren Zusammenhalt entwickelt, der uns alle auch im Alltag ganz besonders stärkt. Auch haben wir unsere Begeisterung für die kleinen Dinge wieder gefunden und schaffen es immer öfter, uns auf das Hier und Jetzt zu konzentrieren und uns nicht im ,tagtäglichen Trott‘ zu verlieren.“

An der nächsten Reise wird auch schon wieder geplant, denn der gelbe Schulbus bekommt einen blauen Nachfolger, liebevoll „Bluebird Theo“ genannt. „Nebenbei sind wir natürlich mit dem Ausbau des neuen Reisegefährts beschäftigt, einem Mercedes 9/11, Baujahr 1977.“ Seit das Hochbett der Mädchen fertig gebaut war, sind beide – vor mehreren Wochen – in den Lkw gezogen, „denn dort fühlt man sich mehr wie zuhause“. Mit dem neuen Gefährt wollen die Praschels einige kürzere Touren unternehmen, „doch das Ziel ist eine Rückkehr nach Nordamerika, vielleicht schon nächstes Jahr ...“


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