11.09.2019, 09:18 Uhr

„Umkehren ist keine Option für uns!“ Mit dem Weißwurst-Express quer durch Europa

(Foto: privat)(Foto: privat)

Max Engl (li.) aus Münster und Marius Erlenbruch aus Straubing starten bei der „European 5000 Adventure Rallye“ . Bei dem Roadtrip quer durch Europa steht nicht der Sieg im Vordergrund – die beiden Kumpels fahren für den guten Zweck!

STRAUBING Dieser Roadtrip ist total abgefahren!

Max Engl (29) aus Münster und Marius Erlenbruch (29) aus Straubing sind am letzten Wochenende zur „European 5000 Adventure Rallye“ gestartet. Der Name ist Programm: 5.000 Kilometer quer über den Kontinent müssen die Teilnehmer in zwölf Tagen zurücklegen. Von München geht‘s über die Alpen, die Côte d’Azur, Provence, Pyrenäen, die spanische Wüste und entlang der Atlantikküste bis zum Ziel in Amsterdam.

Das Rallye-Spektakel hat einige Besonderheiten zu bieten: Startberechtigt sind nur Fahrzeuge, die mindestens 20 Jahre alt sind. Die Teams dürfen kein GPS oder Navi benutzen, Autobahnen sind verpönt. Auf kleinen, teils abgelegenen Straßen werden die beiden Kumpels unterwegs sein. Um die Checkpoints zu erreichen, sind nur Straßenkarte und Kompass als Hilfsmittel erlaubt.

„Wir müssen uns da durchkämpfen“, lacht Max Engl, der als Feinwerkmechaniker in Straubing arbeitet. Marius ist in der IT-Branche tätig, aber schon seit Jahren ein echter Motorsport-Fachmann. Gemeinsam wagen sie sich auf das große Abenteuer – und zwar in ihrem „Weißwurst-Express“. Den Mazda Miata (MX5) hat Marius Erlenbruch gekauft und in Schuss gebracht. Jetzt erlebt der schicke Cabrio-Flitzer bei dem Rallye-Spektakel seine Feuertaufe.

Dabei ist die „European 5000 Adventure Rallye“ kein stures Tempogebolze. „Das Gemeinschaftserlebnis steht im Vordergrund“, sagt Max Engl. Und dabei steuern sie die faszinierendsten Gegenden Europas an. Besonders freuen sich die beiden Niederbayern, die sich beim 12-Tage-Trip hinter dem Steuer abwechseln werden, auf den Zwischenstopp im mondänen St. Tropez, wo für die Rallye-Teilnehmer eine Party geschmissen wird.

Schneechaos und Steinschlag am Stilfser Joch, doch der „Weißwurst-Express“ rollt unbeirrt weiter … (Foto: privat)

Bevor es soweit ist, müssen die beiden aber einige schwierige Situationen überstehen. Wie am ersten Wochenende, als es das Stilfser Joch (2.750 Meter) zu überwinden galt. Schneechaos, Steinschlag, unpassierbare Straßen – gleich dreimal blieb der „Weißwurst-Express“ stecken, konnte aber wieder flott gemacht werden.

Neben dem Abenteuer wollen Max und Marius die gute Sache unterstützen. Vor und während des Rennens sammeln sie Spenden, die KUNO (Kinder Uniklinik Ostbayern) zugute kommen. Auf der Spendenplattform betterplace.org kann man die Initiative der beiden Piloten unterstützen.

Die beiden 29-Jährigen haben auf dem Weg bis ins Ziel in Amsterdam sicher noch einige knifflige Situationen zu überstehen. Aufgeben kommt für das Duo aber nicht infrage. Unisono versprechen sie: „Umkehren ist keine Option für uns!“


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