16.10.2020, 11:05 Uhr

Am Montag Streiks in Klinikum und Landratsamt

Die Mitarbeiter im Klinikum, im Landratsamt und bei den Stadtwerken wollen auf ihre Situation hinweisen.  Foto: ArchivDie Mitarbeiter im Klinikum, im Landratsamt und bei den Stadtwerken wollen auf ihre Situation hinweisen. Foto: Archiv

Beschäftigte des Klinikums Freising treten am Montag in den Warnstreik. Auch weitere öffentliche Dienststellen in Freising sind betroffen.

Freising. Am Montag ruft ver.di von 9.00 bis 10.00 Uhr zu einer zentralen Kundgebung vor dem Landratsamt Freising auf. Erwartet werden über 100 Streikende aus Freisinger Betrieben und Dienststellen.

Schon vor der Corona-Pandemie war klar, dass die Beschäftigten in den Krankenhäusern systemrelevant sind. „Wir freuen uns über die öffentliche Anerkennung, wichtiger ist es aber, dass die Beschäftigten eine deutliche finanzielle Aufwertung erfahren, daher fordern wird 4,8%, mind. 150 Euro“, so Christian Reischl von ver.di München und Region. „Viele Beschäftige im Gesundheitswesen und in anderen öffentlichen Dienststellen tragen sich mit dem Gedanken die Branche zu verlassen. Die Zukunft der öffentlichen Daseinsvorsorge steht und fällt mit qualifizierten und motivierten Beschäftigten. In den nächsten 10 Jahren werden die geburtenstarken Jahrgängen in Rente gehen“, ergänzt Gewerkschafter Reischl.

Angesichts der Leistung und der Risiken, die von den Beschäftigten getragen werden, ist nicht nur die Forderung nach einer finanziellen Aufwertung der Berufe mehr als gerechtfertigt, sondern unbedingt auch eine Verbesserung der Arbeitsbedingungen notwendig, wie die Bezahlung der Pausen im Nachdienst“, meint Manfred Rinke-Ludwig, Betriebsratsvorsitzender im Klinikum Freising.

Nun sind die kommunalen Arbeitgeber in der Pflicht. „Im Landratsamt beteiligen sich Kolleginnen und Kollegen aus den unterschiedlichen Bereichen am Streik, sagt die Personalratsvorsitzende Carolin Hofer. „Die öffentlichen Dienstleistungen halten den Laden zusammen. Die

Gehälter müssen erkennbar aufgewertet werden, um Fachpersonal und Nachwuchskräfte gewinnen und halten zu können. Deshalb ist auch die Forderung nach 100 Euro mehr im Monat für die Auszubildenden so wichtig. Nun sind die Kommunalen Arbeitgeber am Zug ein kompromissfähiges Angebot zu machen, betont Hofer.

Auch bei den Stadtwerken Freising wird es einen Warnstreik geben.


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