31.05.2018, 10:18 Uhr

Weltnichtrauchertag am 31. Mai Bayerische Gesundheitsministerin wirbt für den Verzicht auf Zigaretten

(Foto: nomadsoul1/123rf.com)(Foto: nomadsoul1/123rf.com)

Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml hat anlässlich des Weltnichtrauchertags am 31. Mai für einen Verzicht auf Zigaretten geworben. Huml betonte am Donnerstag: „Wer sich für ein rauchfreies Leben entscheidet, verbessert seine Gesundheit und senkt das Risiko für viele Krankheiten. Der Weltnichtrauchertag macht dieses Jahr insbesondere auf die durch den Tabakkonsum verursachten Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Schlaganfälle aufmerksam.“

BAYERN Die Ministerin fügte hinzu: „Die Lebenserwartung verringert sich durch das Rauchen im Schnitt um zehn Jahre. Raucher erkranken nicht nur häufiger an Krebs. Vielmehr werden auch Gefäßleiden und Lungenkrankheiten durch den Tabakkonsum verursacht.“

An den Folgen des Rauchens sterben in Deutschland jährlich rund 120.000 Menschen. Dies entspricht jedem siebten Todesfall. In Bayern kommt es nach Einschätzung des Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit pro Jahr zu 15.000 bis 18.000 vorzeitigen Sterbefällen infolge von Tabakkonsum. Huml erläuterte: „Durch das Rauchen steigt insbesondere die Gefahr, an Lungenkrebs zu erkranken. Bei den Männern in Bayern ist Lungenkrebs die häufigste krebsbedingte Todesursache, bei Frauen die zweithäufigste.“ Im Jahr 2015 sind insgesamt 5.263 Menschen in Bayern an Lungenkrebs verstorben. Davon waren 3.363 Männer und 1.900 Frauen. Jährlich werden rund 6.000 Neuerkrankungen verzeichnet. Mehr als 80 Prozent der Lungenkrebsfälle sind durch das Rauchen verursacht.

Huml verwies aber auch auf einen merklichen Rückgang bei den Raucherquoten in den letzten Jahren: „Es ist erfreulich, dass die Zahl der Raucher seit einigen Jahren deutlich zurückgeht. Diese Entwicklung trifft sowohl auf Erwachsene als auch auf Kinder und Jugendliche zu. Bundesweit hat Bayern zusammen mit Sachsen die niedrigste Raucherquote.“ Konkret sank die Raucherquote bei den Erwachsenen von 27,1 Prozent im Jahr 2010 auf 21 Prozent im Jahr 2015. Bei den 12- bis 17-Jährigen ist die Quote im gleichen Zeitraum von 12,9 Prozent (2010) auf 7,8 Prozent (2015) zurückgegangen. Die Ministerin betonte: „Mit diesem erfreulichen Rückgang bei der Zahl der Raucher im Freistaat wollen wir uns aber nicht zufriedengeben. Mit Präventionskampagnen möchte das bayerische Gesundheitsministerium vielmehr insbesondere Kinder und Jugendliche schützen.“ So findet in Bayern in diesem Jahr bereits zum 20. Mal der Nichtraucherwettbewerb „Be Smart – Don’t Start!“ statt. In diesem Jahr beteiligen sich 974 Schulklassen in Bayern. Das bayerische Gesundheitsministerium fördert dieses Projekt mit rund 30.000 Euro pro Jahr. Darüber hinaus wird an den bayerischen Schulen ein Mitmachparcours in Kofferversion mit dem Titel „KlarSichtParcours“ eingesetzt, um Suchtprävention spielerisch und altersgerecht zu vermitteln. Durch Rollenspiele und Quiz-Fragen können sich Jugendliche mit den Gesundheitsgefahren des Zigarettenkonsums auseinandersetzen.


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