12.06.2019, 13:03 Uhr

Klausurtagung Kirchenvorstand trifft sich

Viktor Worm, (verdeckt) Ute Hillgeris-Kühne, Gabi Stählin, Dr. Cornelia Lippmann, Dr. Andrea Thanner, Jürgen Schwanitz, Pfarrer Klaus-Ulrich Bomhard, Pfarrerin Daniele Roth, Pfarrer Hans Greulich (v. l.). (Foto: Thomas Jenner)Viktor Worm, (verdeckt) Ute Hillgeris-Kühne, Gabi Stählin, Dr. Cornelia Lippmann, Dr. Andrea Thanner, Jürgen Schwanitz, Pfarrer Klaus-Ulrich Bomhard, Pfarrerin Daniele Roth, Pfarrer Hans Greulich (v. l.). (Foto: Thomas Jenner)

Der Kirchenvorstand der evangelischen Gemeinde traf sich zu einer Klausurtagung im Haus Spectrum Kirche in Passau.

DEGGENDORF Der Vorstand wurde, wie alle sechs Jahre, neu gewählt, und bei dieser neuen Wahl wurden die meisten Mitglieder ein erstes Mal gewählt. So diente dass Treffen einem weiteren Kennenlernen und dem Meinungsaustausch. Probleme und deren Lösungsansätze wurden genannt und Informationen ausgetauscht.

Anders als in einer katholischen Pfarrgemeinde wird eine evangelische Gemeinde durch den Kirchenvorstand geleitet. In diesen Verwaltungsprozess sind neben den Gemeindepfarrern auch eine Reihe an ehrenamtlichen Vorstandsmitgliedern involviert.

Bei dem Treffen im Haus Spectrum Kirche, einem ruhig gelegenen Exerzitien- und Bildungshaus der Diözese Passau, wurde auch der Finanzhaushalt der Gemeinde diskutiert. Wie auch weltliche Einrichtungen und Vereine hat eine Kirchengemeinde einen Etat, der durch unterschiedliche Beiträge wie Kirchensteuer oder Zuschüsse aus Landeskirche und Dekanat gespeist wird. Und hier wie da kann sich der Finanzhaushalt nur durch sparsames Wirtschaften auf stabilen Beinen bewegen.

Das religiöse Erleben in einer Kirchengemeinde bewegt sich entlang dem Kirchenjahr, das mit dem ersten Advent Ende November oder Anfang Dezember beginnt und das mit dem Totensonntag endet. Neben hauptamtlichen Pfarrern, Kantor und Messnerin sind auch die Gemeindemitglieder eingeladen mitzugestalten. In der Regel lesen Mitglieder des Kirchenvorstands das Evangelium oder predigen gar. Eine Kirchengemeinde wird im Idealfall durch ein einvernehmliches Miteinander aller Altersstrukturen bestimmt, beginnend mit den Kindern im Kindergarten über die Betreuung im Konfirmandenalter und den Zusammenkünften in verschiedenen Kirchenkreisen bis hin zur Betreuung von Senioren in den Häusern der Diakonie in Deggendorf und in Metten.

Als problematisch erweist sich immer noch die Größe des Kirchensprengels, der bis nach Lalling reicht, und damit die Einbindung der dortigen Protestanten. Als segensreich erweist sich die gegenseitige Öffnung für den ökumenischen Gedanken der evangelischen wie katholischen Kirchen. Eingedenk des Ersten Korintherbriefs wird eine Kirchengemeinde durch viele Gaben und viele Glieder bestimmt, in denen sich ein Geist und ein Leib manifestiert. Jedes Kirchenmitglied ist dazu aufgerufen, seine individuellen Gaben und Fähigkeiten mit einzubringen. Hier erweist es sich auch als problematisch, dass weiterhin eine der drei Pfarrstellen auf absehbar vakant bleibt.

Einen eigenen Tagungspunkt bildete das kommende Kirchenjubiläum – die Auferstehungskirche wurde vor 120 Jahren erbaut und eingeweiht. Zu diesem Jubiläum am 30. Juni werden noch viele helfende Hände benötigt, die Vorbereitungen sind im vollen Gang.


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