09.02.2019, 23:00 Uhr

Studio-Premiere in der Alten Kaserne „Die lächerliche Finsternis“: Expedition ins Ungewisse

(Foto: Peter Litvai)(Foto: Peter Litvai)

Am Freitag, 15. Februar, feiert die zweite STUDIO-Premiere der Spielzeit Premiere in der Alten Kaserne: Wolfram Lotz preisgekrönter Text „Die lächerliche Finsternis“. Angelehnt an den Film „Apocalypse now“ zeigt der Abend die Folgen westlichen Handelns in anderen Teilen der Welt.

LANDSHUT Expeditionen in unbekanntes Terrain üben seit jeher eine geheimnisvolle Faszination aus. Unerforschte Landschaften und fremde Kulturen lauern an jeder Ecke. In „Die lächerliche Finsternis“ von Wolfram Lotz begibt sich der Zuschauer auf eine Expedition in das wilde Afghanistan. Das auditive Theater-Erlebnis ist als STUDIO-Produktion ab dem 15. Februar im Jugendkulturzentrum Alte Kaserne zu sehen.

Bevor die Reise aber losgeht, steht der somalische Pirat Ultimo Michael Pussi in Deutschland vor Gericht, um sich für das Entern eines Schiffes zu rechtfertigen. Erst anschließend folgt der Zuschauer den Spuren des Hauptfeldwebels Oliver Pellner und seines Unteroffiziers Stefan Dorsch durch die Regenwälder Afghanistans, um Oberstleutnant Karl Deutinger ausfindig zu machen, der Teil einer dreiköpfigen Spezialeinheit auf geheimer Mission war. Dem Wahnsinn verfallen, brachte Deutinger seine Kameraden um und soll nun liquidiert werden. Auf dem Weg den Fluss Hindukusch hinauf, treffen Pellner und Dorsch auf Blauhelmsoldaten, kriegsverstörte Menschen und verrückte Gläubige…

Der Autor Wolfram Lotz (geboren 1981) hat sich in den letzten Jahren zum Shooting-Star der deutschsprachigen Theaterszene entwickelt. Er wurde mit dem Kleist-Förderpreis ausgezeichnet und zum Nachwuchsautor des Jahres gewählt. Für sein Hörspiel „Die lächerliche Finsternis“ wurde er 2015 mit dem Titel „Dramatiker des Jahres“ bedacht. Dieses Hörspiel, das sich inhaltlich an Joseph Conrads Erzählung „Herz der Finsternis“ und den Film „Apocalypse Now“ anlehnt, gelangte als Bühnenfassung am Akademietheater in Wien zur Uraufführung. Es zeigt die Schattenseite der westlichen Kultur und die Folgen unseres Handelns in anderen Teilen der Welt. Am Landestheater Niederbayern inszeniert Oberspielleiter Wolfgang Maria Bauer diesen brisanten Text als auditives Erlebnis mit den Schauspielern Laura Puscheck, Jochen Decker (Foto), Julian Niedermeier und Joachim Vollrath.

Karten gibt es im Vorverkauf im Verkehrsverein im Rathaus, im Theaterzelt (Do 17-19 Uhr & Fr 11-13 Uhr, Telefon: 0871/92208-33, theaterkasse@landshut.de), sowie im Webshop und an der Abendkasse.


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