16.02.2020, 14:03 Uhr

„Jenseits von St. Emmeram“ Eine rockige Huldigung an die Steinerne – mit viel Schwung!


Wir schreiben das Jahr 1146, in Regensburg ist gerade die Steinerne Brücke fertig gestellt worden. Mit der Hilfe des Teufels konnte man den Dombaumeister in den Schatten stellen. Der Teufel fordert seinen Lohn – die ersten drei Seelen, die über die neue Brücke laufen. Der Brückenbaumeister überlistet ihn und schickt einen Hahn, eine Henne und einen Hund über die Brücke. 2020 hat der Teufel die Faxen dicke, er kommt, um sich das zu holen, was ihm zusteht ...

Regensburg. „Jenseits von St. Emmeram“, die Rockrevue am Theater Regensburg, erzählt die Geschichte von Hans Steiner, genannt Hansi (gespielt von Michael Haake). Er arbeitet beim Hochbauamt der Stadt Regensburg und ist der Nachfahre des berühmten Brückenbauers Hans Steiner, nach dem die Steinerne Brücke benannt ist. Jener Hansi Steiner organisiert gerade die Feierlichkeiten zum Jahrestag des Baubeginns der Brücke vor genau 885 Jahren – „plus 116 minus eins macht tausend“ –, da kommt ihm der Teufel – gespielt von Kristóf Gellén – in die Quere. Der will seine drei Seelen, Steiners und die der beiden weiteren Mitarbeiter aus dem Hochbauamt. Der Teufel macht Hansi Steiner schnell klar, dass Brückenbaumeister Steiner mit seiner List dafür gesorgt hat, dass zum Beispiel Elvis Presley kein Konzert in Regensburg gegeben hat. Tja, da hatte der Teufel seine Finger im Spiel. Und wenn nicht endlich die drei Seelen an den Teufel gehen, dann wird Regensburg übel enden. Regensburg wird überflutet, die Menschen werden langsam zu Fischen ...

Das Ensemble des Theaters Regensburg hat alles zusammengetragen, was man sich nur vorstellen kann. Steffi Denk, Markus Engelstädter und Gerwin Eisenhauer & Band zeigen, was man sich so alles hat einfallen lassen für das Jubiläum der Steinernen. Hits von Elvis über Queen bis Rammstein, von Helene Fischer über Trude Herr bis DJ Ötzi – da ist für jeden was dabei. Die Songs werden präsentiert von Steffi Denk und Markus Engelstädter, die auch noch mehrere Male die Kostüme wechseln. Sensationell, möchte man sagen.

Gerwin Eisenhauer und seine Band, bestehend aus Bernd Meyer, Andreas Blüml, Uli Zrenner-Wolkenstein und Martin Jungbauer, bekamen zu Recht Sonderapplaus. Einfach nur großartig, was hier präsentiert wurde. Schon nach wenigen Takten hatte die Band das Publikum im Velodrom voll im Griff, es wurde geklatscht und gesungen.

Am Ende dieses Theaterabends kann man auf viele tolle Momente zurückblicken. Dass die Geschichte um den Teufel und seine drei Seelen etwas in den Hintergrund geriet, darüber kann man großzügig hinwegsehen!


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