09.03.2011, 10:20 Uhr

Magazin Mysteries deckt Aufsehen erregenden SS-Fund in Bayern auf Neuer Kristallschädel aus Himmlers Besitz?

Gibt es neue Hinweise auf den legendären Schatz der Nazis? Ein neu entdeckter Kristallschädel und eine geheime SS-Liste mit unvorstellbar wertvollen Kunstschätzen bei einem Sammler aus Bayern geben der Suche neue Nahrung. Der Sammler will die spektakulären Funde aus dem Nachlass einer alten Dame erworben haben, die mit einem hohen SS-Offizier liiert war. Auch der Goldkessel aus dem Chiemgau ist offenbar in der Liste verzeichnet.

CHIEMGAU Seit seiner Entdeckung im Herbst 2001 sorgt der geheimnisumrankte Chiemseekessel aus purem Gold immer wieder für Schlagzeilen (Wochenblatt berichtete mehrfach). Erst im November 2010 stand das 10,5 Kilogramm schwere Artefakt aus 18-karätigem Gold im Mittelpunkt eines Aufsehen erregenden Betrugsprozesses vor dem Bezirksgericht im schweizerischen Meilen.

Jetzt steht der Chiemseekessel erneut im Zentrum einer haarsträubenden Geschichte. Das schweizerische Magazin sieht den geheimnisvollen Kessel in seiner aktuellen Ausgabe in Zusammenhang mit der Entdeckung eines bisher unbekannten Kristallschädels in Bayern. Wie Chefredakteur Luc Bürgin dem erklärte, führten Recherchen über den Chiemseekessel zum Kontakt mit einem Sammler aus dem Freistaat.   Der Ungenannte will die spektakulären Fundstücke „für den Preis eines Butterbrots” aus dem Nachlass einer alten Dame erworben haben, die wiede­rum eine Liaison mit dem SS-Obersturmbannführer „Rittmeister H.J. von Alten” gepflegt hat. Dieser muss wohl tatsächlich existiert haben, glaubt man einem Bericht mit Foto in der Zeitschrift „Quick” aus den 50-er Jahren, auf den Bürgin in seinem Artikel verweist. MysteriesWochenblatt

Der öffentlichkeitsscheue Bayer zeigte Bürgin Anfang des Jahres den in einem uralten Holzkasten mit verschnörkelten Metallscharnieren aufbewahrten Kristallschädel – eine Sensation, sollte der Fund echt sein. Das aus einem Stück gearbeitete, 17,5 Zentimeter hohe und 9,2 Kilogramm schwere Gebilde aus reinem Bergkristall wäre der bislang 13. der geheimnisvollen, weltweit aufgefundenen Kristallschädel. Diese sollen angeblich über spezielle Kräfte verfügen und das geheime Wissen des Universums in sich bergen. Spätestens seit der letzten „Indiana Jones”-Verfilmung sind die Spekulationen über Ursprünge, Bearbeitungen, Fähigkeiten und Fälschungen der sagenumwobenen Totenschädel aus Kristall kräftig ins Kraut geschossen.

Aber es kommt noch besser: Der bayerische Kristallschädel taucht ebenso wie der Chiemseekessel auf einem bislang unbekannten dreiseitigen Dokument auf, das im Fall seiner Echtheit nicht weniger für eine Sensation unter Historikern sorgen dürfte. Die angeblich vom Reichssicherheitshauptamt der SS erstellte, dreiseitige Depositarliste vom 12. April 1945 enthält 35 schier unbezahlbare Kunst- und Wertgegenstände. Der Großteil davon stammt offensichtlich aus dem Besitz von Heinricht Himmler, Reichsführer SS, wie der Zusatz „RFSS” bei vielen der Gegenstände nahelegt.

Diese sollten, zufolge, offenbar 1945 kurz vor Kriegsende von den SS-Jagdverbänden unter strengster Geheimhaltung über Augsburg ins südböhmische Strakonitz (Sudetenland) transportiert werden. Als Auftraggeber ist auf Abbildungen von der Liste ein SS-Obergruppenführer Bach-Zelesky (offensichtlich der SS-Obergruppenführer Erich von dem Bach-Zelewski) aufgeführt.Mysteries

Neben Edelsteinen, Silberbarren, okkulten Gegenständen, Gemälden bzw. Manuskripten von Rembrandt und Leonardo da Vinci ist auch ein Aluminiumbehälter aus dem persönlichen Besitz  von Heinrich Himmler aufgeführt: „Nicht zu öffnen: Persönlicher Besitz Reichsführer”. Der war bekanntlich dem Okkulten besonders zugetan. Der Lederkoffer mit dem Holzkistenfutteral und dem Kristallschädel soll laut der SS-Liste aus der Sammlung des Gralssuchers, Himmler-Adlatus und Okkultisten Otto Rahn (1904 - 1939) stammen, und seinen Ursprung in den deutschen Kolonien in Südamerika haben. Ebenso verzeichnet ist in der Liste ein „Originalbehälter” eines gewissen Hugo de Payens. Der war bekanntlich Gründungsmitglied und erster Großmeister des Templerordens.

zufolge soll es sich bei dem unter der Inventarnummer 22 erfassten „Goldkessel, keltisch” um den bekannten Chiemseekessel handeln. In der Liste wird er in Zusammenhang mit dem NSDAP-nahen Goldschmied Otto Gahr aus München und der Wewelsburg gebracht. Diese diente bekanntermaßen als okkultes Zentrum der SS.Mysteries

Ob es sich tatsächlich um einen echten Sensationsfund oder eine geniale Fälschung wie die Hitler-Tagebücher handelt, wird die Zukunft zeigen. Momentan lässt der ominöse Finder aus Bayern jedenfalls noch keinen Ehrgeiz erkennen, seinen Fund auch der Wissenschaft zur kritischen Überprüfung zu überlassen.

Nähere Infos gibt es im Internet unter http://www.mysteries-magazin.com.

Das Rätsel der Kristallschädel:

Sind sie tatsächlich gigantische, über die Erde verteilte Wissenspeicher einer kosmischen Intelligenz, Wissensgeber der Menschheit durch die Jahrhunderte, Zugangstore zu einem höheren Bewusstein oder gar die prophezeiten Retter, die in diesem Jahrtausend den Bewusstseinswandel hin zu einem gesunden Planeten Erde einleiten werden? Oder sind es einfach nur mit beachtlicher Kunstfertigkeit aus einem Stück gearbeitete  Kunstwerke, deren Alter sich aufgrund der Quarzstruktur nicht bestimmen lässt? 

Zahlreiche Bücher und wissenschaftlichen Foren versuchen inzwischen das Geheimnis der aus Quarz und verschiedenen Edelsteinen gearbeiteten Kristallschädel zu ergründen. Laut Wikipedia handelt es sich bei den aus Bergkristall oder andere Edelstenen gearbeiteten Kristallschädeln um Nachbildungen menschlicher Schädel, deren Entstehung indianischen Hochkulturen aus Südamerika zugeschrieben wird. Das genaue Alter und die Herkunft sind allerdings aufgrund der schweren Bestimmbarkeit  bis heute umstritten.

Der bekannteste Kristallschädel wurde 1924 bei einer Expedition unter Frederick Mitchell–Hedges von dessen 17-jährigen Tochter Anna in Lubaantan (Belize, Mittelamerika) zufällig entdeckt. Er besteht aus glasklarem, ungetrübten Quarzkristall. Unzähligen Menschen sollen bei der intensiven Betrachtung des Schädels Bilder und Visionen erschienen sein. Die Computerfirma Hewlett–Packard untersuchte den Schädel in den 70-er Jahren und stellte u. a. fest, dass er über 300 Jahre ununterbrochen hätte geschliffen werden müssen, um diese perfekte Form zu erhalten. Es gibt keine Schleifspuren an ihm, ausserdem ist er - wie die anderen Kristallschädel auch - gegen die Achse der Kristallsymmetrie geschnitten; ein Verfahren, bei dem er normalerweise brechen und zersplittern würde. Im Übrigen besitzt der Mitchell–Hedges–Kristallschädel einen beweglichem Unterkiefer.

Der im Britischen Museum in London ausgestellte Kristallschädel wurde im 19. Jahrhundert in einem Grab in Mexiko entdekct und soll mindestens 300 Jahre alt sein. Der Pariser Kristallschädel befindet sich im Musée du Quai Branly. Er besteht aus trübem Quarzkristall und ist kleiner als ein menschlicher Schädel. Auch er wurde aus einem Grab in Mittelamerika entwendet. Ein weiterer bekannter Schädel befindet sich im Smithsonian Museum in Washington. Er ist mit einem Gewicht von 14 Kilogramm der bislang schwerste.

Der Legende nach soll die Vereinigung aller 13 Kristallschädel der Erde und ihren Bewohnern einen Bewusstseinswandel hin zu einer friedlicheren und gesunden Welt bescheren. Eine ähnliche Thematik greift der Actionfilm „Indiana Jones und das Königreich des Kristallschädels” auf.


0 Kommentare