08.11.2018, 20:24 Uhr

Frankfurt/Main (AFP) Bericht: Bundeskartellamt stimmt Fusion von Karstadt und Kaufhof zu

Nachbarn in Düsseldorf: Karstadt und Kaufhof. Quelle: dpa/dpa/picture-alliance/Marius Becker (Foto: dpa/dpa/picture-alliance/Marius Becker)Nachbarn in Düsseldorf: Karstadt und Kaufhof. Quelle: dpa/dpa/picture-alliance/Marius Becker (Foto: dpa/dpa/picture-alliance/Marius Becker)

Offenbar keine Auflagen für Zusammenschluss der Warenhäuser

Das Bundeskartellamt hat nach Medieninformationen keine Einwände gegen die geplante Fusion von Karstadt und Kaufhof. Wie die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" am Donnerstagabend unter Berufung auf Unternehmenskreise meldete, will die Behörde am Freitag ihre Freigabe für die Fusion der beiden Warenhäuser erteilen. Auflagen solle es keine geben. Laut "FAZ" will das Kartellamt anders als erwartet keine zweite, vertiefende Prüfungsphase anschließen.

Wie die "FAZ" weiter berichtete, rechnen Kenner mit einem Zusammenschluss der Unternehmen noch Ende dieses Monats - und damit noch rechtzeitig vor dem Weihnachtsgeschäft.

Die Eigentümer von Karstadt und Kaufhof, die österreichische Signa-Holding und der kanadische Handelskonzern HBC, hatten am 11. September mitgeteilt, die beiden Warenhausketten zusammenzuschließen. Die Karstadt-Mutter Signa soll dabei einen Anteil von 50,01 Prozent an dem neuen Gemeinschaftsunternehmen halten, HBC 49,99 Prozent.

Am 9. Oktober meldeten Signa und HBC die geplante Fusion beim Bundeskartellamt an. Die Behörde hatte einen Monat Zeit für die Prüfung, könnte diese aber um bis zu drei Monate verlängern.

Signa-Chef René Benko hatte dem "Handelsblatt" gesagt, die Fusion sei "die Rettung des Unternehmens" Kaufhof. Die Kette sei "in einem ähnlich besorgniserregenden Zustand wie 2014 Karstadt". Damals hatte Benko Karstadt übernommen.

Die Gewerkschaft Verdi hatte sich gegen die Verschmelzung der Kaufhausketten ausgesprochen und an die Eigentümer appelliert, keine Stellen abzubauen. Es gibt Befürchtungen, dass im Zuge der Fusion bei Kaufhof 5000 von rund 20.000 Stellen wegfallen könnten.


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