22.01.2019, 22:43 Uhr

Paris (AFP) US-Rapper Chris Brown wegen Vergewaltigungsvorwurf in Paris verhört

Chris Brown . Quelle: GETTY IMAGES NORTH AMERICA/AFP/Archiv/Jason Merritt (Foto: GETTY IMAGES NORTH AMERICA/AFP/Archiv/Jason Merritt)Chris Brown . Quelle: GETTY IMAGES NORTH AMERICA/AFP/Archiv/Jason Merritt (Foto: GETTY IMAGES NORTH AMERICA/AFP/Archiv/Jason Merritt)

Musiker nach Befragung wieder freigelassen - Zunächst kein Verfahren eingeleitet

US-Rapper Chris Brown ist in Paris wegen Vergewaltigungsverdachts vorübergehend festgenommen worden. Brown sei nach einem Verhör am Dienstag wieder freigelassen worden, teilte die Staatsanwaltschaft mit. Ein Verfahren gegen Brown sei zunächst nicht eingeleitet worden. Die Untersuchungen in dem Fall dauerten aber an. Eine Frau hatte Brown beschuldigt, sie gemeinsam mit einem Freund und seinem Leibwächter missbraucht zu haben.

Brown war am Montag festgenommen worden. Nach Angaben der Frau soll sich die Gruppenvergewaltigung in der Nacht zum 16. Januar in einem Hotel im Zentrum der Stadt ereignet haben. Die 25-Jährige hatte nach eigenen Angaben zuvor mit dem Musiker und weiteren Frauen in einem Club der französischen Hauptstadt gefeiert und ihn dann zum Hotel begleitet.

Browns Anwalt Raphael Chiche erklärte, sein Mandant beteuere "energisch" seine Unschuld und wolle eine Verleumdungsklage einreichen. Der Sänger selbst nannte die Vorwürfe im Online-Bilderdienst Instagram "falsch" und "respektlos".

Brown hatte in den vergangenen Jahren immer wieder Ärger mit der Justiz. 2009 wurde er von einem kalifornischen Gericht wegen eines Angriffs auf seine damalige Freundin, R&B-Star Rihanna, zu fünf Jahren Haft auf Bewährung und 180 Tagen gemeinnütziger Arbeit verurteilt.

Seine Prügelattacke sorgte damals weltweit für Schlagzeilen: Der Rapper hatte kurz vor der Grammy-Verleihung im Streit so schwer auf Rihanna eingeprügelt, dass sie ihren Auftritt bei der Gala absagen musste. Polizeifotos der verletzten Rihanna gingen um die Welt.

2014 bekannte Brown sich schuldig, in Washington einen Fan angegriffen zu haben. Zwei Jahre später wurde er von zwei Frauen in Las Vegas und Los Angeles wegen Gewalttaten angezeigt.


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