27.12.2011, 15:52 Uhr

Der Marktplatz in Pilsting Schön durch Städtebauförderung

Viele Stadt- und Ortszentren in der Region wären heute nicht so schön, hätten Europäische Union, Bund und Freistaat die Sanierungsmaßnahmen in niederbayerischen Kommunen in den vergangenen 40 Jahren nicht mit rund 520 Millionen Euro unterstützt. Gelungenes Beispiel: Der Marktplatz in Pilsting.

PILSTING Weil von der staatlichen Städtebauförderung auch viele einheimische Unternehmen profitiert haben, kann man sie auch als eines der effektivsten Wirtschaftsförderprogramme bezeichnen. In ihrem Jubiläumsjahr 2011 hat die Städtebauförderung Niederbayern rund 18 Millionen Euro beschert. Mit dem Eigenanteil der Kommunen bedeutet das Investitionen in Höhe von rund 30 Millionen Euro.

Der Pilstinger Marktplatz ist einer der schönsten Bayerns und steht als Ensemble unter Denkmalschutz. Die hohe Verkehrsbelastung der Staatsstraße und viele Parkplätze machten daraus jedoch einen Platz mit wenig Aufenthaltsqualität. Bei der Neugestaltung wurden die schmalen Gehwege verbreitert und mit großen Platten fußgängerfreundlich und vor allem barrierefrei gepflastert. Die Fahrbahn wurde verschmälert, um die Geschwindigkeit des Verkehrs zu reduzieren.

Die Längsachse des Platzes bildet eine Grünfläche mit einer doppelten Baumreihe. Besonders gut gelungen ist der verkehrsberuhigte südliche Teil des Marktplatzes, der zum Beispiel für Gastronomie, für einen Christkindlmarkt, als Ausstellungsfläche für Geschäfte, zum Spielen und eventuell als Ausweichparkplatz genutzt werden kann.

Die Gesamtkosten für die Neugestaltung des Marktplatzes in Pilsting betragen rund 1,8 Millionen Euro. Davon erhält der Markt Pilsting aus dem Konjunkturpaket II und dem Bayerischen Städtebauförderungsprogramm Zuschüsse des Bundes und des Freistaats in Höhe von rund einer Million Euro.

Die Städtebauförderung ist auch für die nächsten 40 Jahre bestens gerüstet. Die Stärkung der Ortskerne und die intelligente Nutzung von Baulücken sind bewährte Schwerpunkte, die auch entscheidend für die Bewältigung des demographischen Wandels, für das Flächensparen und für effizienten Städtebau im Zeichen der Energiewende sind.

Neue Förderprogramme schaffen Anreize, dass Städte und Gemeinden noch stärker als bisher mit ihren Nachbarkommunen zusammenarbeiten. Dabei legen die staatlichen Städtebauer viel Wert auf eine intensive Beteiligung der Bürger vor Ort. Und am Geld soll es auch nicht scheitern: Die Staatsregierung will im Rahmen des Aktionsplans demographischer Wandel die Mittel für die Städtebauförderung deutlich erhöhen, um die Kommunen noch besser unterstützen zu können.


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