13.04.2012, 12:41 Uhr

Wer kuckt denn da in die Tonne? Stadt warnt vor selbst ernanntem Müllkontrolleur

Ein unbekannter Mann macht die Mülltonnen der Stadt unsicher und geht Mietern und Hauseigentümern auf den Nerv. Unterwegs ist er angeblich in höherem Auftrag um die Müll-Moral der Landshuter zu überprüfen. Allerdings ist er selbst ein Fall für die Polizei.

LANDSHUT Welches Geistes Kind der Mann ist, ist unbekannt; wohl treibt ihn aber die Sorge um unzulässig vermischten Hausmüll oder die Sorge um die eigene Finanzlage zu illegalen Unternehmungen: Die Stadt Landshut warnt deshalb eindringlich vor einem selbsternannten „Müllkontrolleur“, der in jüngster Zeit Hausbesitzer wie Mieter gleichermaßen bei der Müllentsorgung kontrolliert. 

Die Meldungen, dass Unbekannte immer wieder Personen aufgefordert haben, ihren Restmüll ordentlich zu trennen, häufen sich derzeit. Dabei werden von dem Unbekannten auch Bußgelder „angedroht“, sollte der Müll künftig nicht sauberst getrennt vorzufinden sein. Dazu ist festzustellen, dass weder von den zuständigen Bauamtlichen Betrieben der Stadt noch vom Ordnungsamt solche Müllkontrolleure eingesetzt werden. Sollten sich Probleme bei der Müllentsorgung zeigen, so werden die Betroffenen von den – als solche deutlich erkennbaren – Mitarbeitern der Bauamtlichen Betriebe beim Leeren der Restmülltonne direkt angesprochen.

Oder, und das ist der Regelfall, wird mit Betroffenen schriftlich Kontakt aufgenommen. Auf keinen Fall werden Buß- oder Verwarngelder bar und vor Ort erhoben. Derartige Verfahren finden nur auf dem schriftlichen Weg statt.

Sollte jemand vor Ort Bußgeld für falsch getrennten Müll erheben wollen, so sollte umgehend die Polizei informiert werden.


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