18.11.2015, 00:00 Uhr

Eging: „Riffmen ’n’ Groove“ holt Country Music Award „Wir haben für unseren Vater gespielt“

Foto: Klaus BiellaFoto: Klaus Biella

Band aus dem Landkreis Passau der Sieger bei renommiertem Wettbewerb in Pullman City

EGING AM SEE Beim 15. Internationalen Country Music Award im Western-Erlebnispark Pullman City im niederbayerischen Eging am See haben sich von 13. bis 15. November 32 Bands, Solokünstler, Duos und Trios der Jury gestellt. Den Sieg in der Band-Kategorie „Country Rock“ holte die Band mit der kürzesten Anreise: „Riffmen ’n’ Groove“, vier Männer aus dem Landkreis Passau, die 2014 Zweiter wurden.

„Country Rock mit klassischen Instrumenten, da ging die Post ab, der Sänger hat eine tolle Ausstrahlung, angenehme Lautstärke“, urteilte die Jury. „Der Sieg haut uns vom Hocker, damit haben wir nicht gerechnet“, erklärten die Brüder Andreas (40) und Wolfgang (39) Rankl aus Tiefenbach, „wir haben auf der Bühne 45 Minuten alles gegeben. Eigentlich haben wir nur für unseren Vater gespielt. Er hat 60 Jahre Musik gemacht, wir sind aufgewachsen mit seiner Musik, jetzt ist er sehr schwer krank.“

Neben den Rankl-Brüdern, die Bass, Blues Harp, E-Gitarre und Mandoline spielten, gehören zur Band: Manfred Seidl aus Eging (52, Schlagzeug) und Arthur de Reuver aus Aldersbach (53, Akkustik-Gitarre). Auf Platz 2 in der Band-Kategorie „Country Rock“ kamen „Slide & Ride“ München. Platz 3 machten die „Dusty Saddle Boots“ aus Italien.

Insgesamt standen rund 130 Musiker aus Deutschland, Österreich, Italien, aus den USA, der Schweiz und aus den Niederlanden auf der Bühne. Seit dem ersten Wettbewerb im Jahr 2001 blickt die Westernstadt mittlerweile auf 527 Contest-Darbietungen zurück. „Seit damals hat sich die Qualität kontinuierlich gesteigert“, freut sich Veranstalter Alois Kronawitter, der an den drei Tagen rund 3.000 Besucher zählte.

Anerkennung bekam aber nicht nur die Riege der Musiker, sondern auch die Jury: „Wahnsinn. Wisst ihr, wie anstrengend es ist, so viele Bands zu bewerten? Diese Arbeit verdient höchsten Respekt “, sagte der bekannte, an MS erkrankte Country-Sänger Jeffrey Backus bei der Siegerehrung. Nachdem der Sohn von US-Entertainer Gus Backus schon mehrere Country-Music Awards gewann, brachte er seine Fachkompetenz und Musiker-Perspektive heuer erstmals in das Bewertungskomitee ein. Erst bei der anschließenden Jam-Session am Sonntagabend griff er gut gelaunt dann zu Mikro und Gitarre.


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