10.07.2017, 08:25 Uhr

Kirche Missbrauch bei den Domspatzen: Sonderermittler legt Bericht vor

Anwalt Ulrich Weber (rechts) mit Domkapellmeister Roland Büchner und Generalvikar Fuchs. Foto: Eckl (Foto:Schmid)Anwalt Ulrich Weber (rechts) mit Domkapellmeister Roland Büchner und Generalvikar Fuchs. Foto: Eckl (Foto:Schmid)

Beim weltberühmten Chor der Domspatzen ist die Spannung groß: Was steht im Bericht des Sonderermittlers Ulrich Weber? Spannend ist das nicht nur für die Opfer, sondern auch im Hinblick auf eine ganz besondere Papst-Personalie.

REGENSBURG_25ROM "Nach zwei Jahren intensiver Recherche und Auswertungsarbeit können wir den Abschlussbericht zur Untersuchung der Misshandlungs- und Missbrauchsfälle bei den Regensburger Domspatzen der Öffentlichkeit vorstellen", heißt es in der Einladung von Ulrich Weber. Am kommenden Dienstag, 18. Juli, sollen die Ergebnisse veröffentlicht werden. Spannend ist das Ergebnis nicht nur für die Opfer und für die Domspatzen selbst, sondern auch für den früheren Bischof von Regensburg, Gerhard Ludwig Kardinal Müller. Müller wird vorgeworfen, als Bischof von Regensburg die Aufklärung des Missbrauchs behindert zu haben. Die ersten Fälle wurden 2010 bekannt, doch lange wurden diese im Bistum eher klein geredet. Erst der neue Regensburger Bischof Rudolf Voderholzer setzte auf volle Aufklärung. Anwalt Ulrich Weber wurde nicht vom Bistum bestellt, sondern auf Anraten des Opferverbandes Weißer Ring bestellt. Voderholzer setzte auch einen Runden Tisch in Sachen Missbrauch ein, an dem auch Vertreter der Opfer zugegen sind. Müller indes bestritt auch in seiner Zeit als Glaubenspräfekt, Einfluss auf den Aufklärungsprozess genommen zu haben. Als Glaubenspräfekt war Müller bis vor Kurzem oberster Richter in Sachen Missbrauch durch Priester.


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