31.01.2013, 09:55 Uhr

Neuer Trend im Internet: "Du bist ein echter Regensburger, wenn ..."

Foto: Christian EcklFoto: Christian Eckl

Ja, wann ist man denn eigentlich ein echter Regensburger? Muss man hier geboren sein? Was muss man erlebt haben? Welche Erinnerungen sollte man haben? Dieser Frage geht nun eine neue Facebook-Gruppe nach. In vielen anderen Städten gibt es ähnliche Gruppen schon, jetzt auch in der Domstadt!

REGENSBURG "Du bist ein echter Regensburger, wenn ...", diesen Satz sollen die Mitglieder ergänzen und von ihren Erinnerungen berichten. Und da gibt es viele: als der real noch Meister hieß, als der Turm der Zuckerfabrik noch stand oder als noch im alten Eisstadion an der Nibelungenbrücke Eishockey gespielt wurde.

Innerhalb kürzester Zeit haben die beiden Gruppen jeweils bereits viele Mitglieder, die eine über 1.100, die andere bereits über 5.900. Und die sind fleißig, posten ihre Erinnerungen an die Domstadt. Es gibt also viel zu erzählen!

Die Menschen identifizieren sich mit ihrer Stadt, sie kramen Erinnerungen aus, die der ein oder andere von uns schon vergessen hatte. Ein Foto oder ein Zitat schaffen es dann, uns die ein oder andere Begebenheit wieder ins Gedächtnis zu rufen. „Die Beiträge in der Gruppe, sind gezeichnet von einem sehnsüchtigen, herzlichen Erinnern an Vergangenes, Verändertes oder für immer Verlorenes – an Orte und Menschen, die Regensburg geprägt haben und die sich tief in der Erinnerung der Menschen eingeprägt und verwurzelt wiederfinden", so Helmut Kroner, Initiator der momentan größeren Gruppe. Manfred Pfeiffer betreut die andere Gruppe. "Die Mitglieder sollen ein ’Ah, das hätt‘ ich beinahe vergessen'-Erlebnis‘ haben", so Pfeiffer. Und das gelingt immer wieder aufs Neue. Man bleibt hängen bei den vielen Erinnerungen und Fotos, was der eine nicht mehr kennt, weiß der andere noch – und kann eine weitere Geschichte beitragen.

Regensburg ist eine wahre Fundgrube, denn die Stadt hat sowohl einen langen historischen Hintergrund, zum anderen aber auch ganz moderne Dinge. Und manchmal treffen Historie und Moderne zusammen, dann, wenn beispielsweise ein kleiner Schatz aus der Römerzeit gefunden wird, so wie es kürzlich auf der Baustelle des ehemaligen Karmeliten-Hotels passiert ist. Und mit dem Hotel sind wir schon wieder bei einem Stück Regensburger Geschichte, das in vielen Jahren mit dem Satz "Du bist ein echter Regensburger, wenn Du das alte Karmeliten-Hotel noch kennst!" Niederschlag finden könnte.

In einigen Jahrzehnten wird man sich so an viele Dinge zurückerinnern, die heute erst kurz vorbei oder noch ganz normal sind: die Baustelle am Kalkwerk zum Beispiel, an die Diskussion um ein neues Fußballstadion und den Bau desselbigen und vielleicht auch an die Liebesbrücke mit den vielen Vorhängeschlössern, die Liebespaare angebracht haben. Und dann gibt es die Wurstkuchl, die immer mal wieder im Hochwasser versinkt. Wir haben die Studenten, die unser Stadtbild prägen und die die hohe Kneipendichte nach sich ziehen, und wir haben Sportler, Politiker und Kulturschaffende, die den Namen der Stadt in der Welt bekannt machen – echte Regensburger eben!

Regensburg ist eine liebenswerte Stadt, das hört man immer wieder von Gästen, die von auswärts zu uns kommen. Doch auch der Regensburger an sich schätzt die Stadt und ihre Möglichkeiten, das beweist er immer wieder.

Und hier geht es zu den beiden Gruppen:

www.facebook.com/groups/Regensburg.Damals.Heute/

www.facebook.com/groups/echterregensburger/


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