06.07.2014, 16:27 Uhr

Justiz Spektakulärer Prozess: Mollath will vor dem Landgericht Regensburg schweigen!

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Der spektakuläre Wiederaufnahme-Prozess gegen Gustl Mollath am Montag vor dem Regensburger Landgericht wird offenbar nicht mit einer Einlaßung des wohl berühmtesten einstigen Psychiatriepatienten der Republik beginnen.

REGENSBURG Der Ingenieur Gustl Mollath wird sich in seinem Prozess bis auf weiteres nicht äußern. Das sagte sein Anwalt Gerhard Strate dem Nachrichtenmagazin FOCUS. Das spektakuläre Verfahren beginnt am Montag vor dem Landgericht Regensburg. Mollath muss sich wegen des Vorwurfs der Körperverletzung verantworten. Im August 2013 war der 57-Jährige nach sieben Jahren aus der Psychiatrie entlassen worden, nachdem das Oberlandesgericht Nürnberg die Wiederaufnahme seines Verfahrens angeordnet hatte.

Mollath kann in Regensburg nicht verurteilt werden, weil er bereits einmal freigesprochen wurde. Entscheidend wird sein, ob das Gericht ein psychiatrisches Gutachten für notwendig hält. Der bekannte Psychiater Norbert Nedopil soll deshalb die Verhandlung verfolgen.

Mollaths Anwalt Strate ist Experte für Wiederaufnahmen. Er sagte FOCUS, er werde im kommenden Jahr im Fall Vera Brühne die Wiederaufnahme anstreben. In einem der spektakulärsten Indizienprozesse der Bundesrepublik war die 2001 verstorbene Brühne 1962 wegen Doppelmordes verurteilt worden. Strate hält das für ein Fehlurteil, sagte er. Das Mandat erteilte ihm Brühnes Adoptivsohn.


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