26.09.2011, 14:05 Uhr

Ergebnis der CSU-Tagung im Kloster Banz: "Zeitler-Kurve" rückt in greifbare Nähe

Foto: Ursula HildebrandFoto: Ursula Hildebrand

Die so genannte "Zeitler-Kurve" zur besseren Schienenanbindung des Münchner Flughafens könnte Realität werden. Das zumindest in ein Ergebnis der CSU-Klausurtagung im Kloster Banz.

LANDKREIS SCHWANDORF Nach seiner Rückkehr am Donnerstag, 22. September, bezeichntete der Landtagsabgeordnete Otto Zeitler – nach dem die Kurve benannt ist – die Beschlüsse als "großen Schritt" in Richtung seiner Überlegungen zur Anbindung des Münchner Flughafen auf dem Schienenweg. Die CSU-Landtagsfraktion hatte beschlossen, die "Zeitler-Kurve" im Bundesverkehrswegeplan anzumelden. Die andere Variante – die "Neufahrner Gegenkurve" – werde nach Ansicht Zeitlers nicht gebaut. "Das war und bleibt ein Papiertiger", kommentierte er den Vorschlag.

In einem Umkreis um den Münchner Flughafen, der in etwa 60 Minuten zu erreichen ist, werden in den nächsten Jahren rund 90.000 bis 200.000 neue Arbeitsplätze entstehen. Mit seinem Vorschlag der Anbindung sei auch der Raum Schwandorf innerhalb dieser 60 Minuten erreichbar. So werde es möglich, das eine oder ander Unternehmen auch hier in der Region anzusiedeln, also direkt vom Boom des Flughafens zu profitieren. Internationale Firmen seien auf der Suche nach guten Standorten, die ihnen neben der Anbindung auch Bildungseinrichtungen, Kultur und Sport bieten könnten. Hier sei gerade der Raum Schwandorf gut auf solche Unternehmen vorbereitet. Mit der richtige Anbindung sei hier einiges möglich, so Zeitler. Mehr Arbeitsplätze in der Region bedeute auch, dass gerade junge Menschen, die oft den Landkreis verlassen müssten, um eine Arbeit zu finden, hier in ihrer Heimat bleiben könnten.

Als zweites großes Thema stand die Bundeswehrreform in Banz auf der Agenda. Hier zeigte sich Zeitler "vorsichtig optimistisch", dass beide Standorte im Landkreis Schwandorf – Pfreimd und Oberviechtach – gehalten werden könnten. Die Kriterien, die der Verteidigungsminister für den Erhalt eines Standortes festgelegt habe, träfen alle auf beide Standorte zu. Mehr dazu lesen Sie am Mittwoch, 28. September, in der Printausgabe des Schwandorfer Wochenblattes.


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