21.06.2013, 14:57 Uhr

Twitter-Kontakt Ai Weiwei wird zum Wochenblatt-Leser

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Seit etwa eineinhalb Jahren macht der in Maxhütte-Haidhof (Landkreis Schwandorf) lebende Künstler Michael Werner mit einer Aktion auf das Schicksal seines unter Hausarrest stehenden chinesischen Kollegen Ai Weiwei aufmerksam. Jetzt steht er persönlich mit ihm in Twitter-Kontakt.

MAXHÜTTE_19HAIDHOF Werners Aktion sieht wie folgt aus: Er trommelt Menschenmengen zusammen, die sich ein Ai Weiwei-Porträt vors Gesicht halten und somit ihre Solidarität mit dem Regimekritiker ausdrücken. Das Wochenblatt hat schon mehrmals über diese Aktion Werners berichtet, der damit unter anderem auf der letztjährigen documenta für Aufsehen sorgte.

Als der Maxhütter sein Projekt nun im Erlanger Kunstpalais verwirklichte, kam es zu einem unverhofften Durchbruch. Die dortige Kuratorin machte Werner nämlich auf die Möglichkeit aufmerksam, über den Online-Kurznachrichtendienst Twitter Kontakt zu dem chinesischen Dissidenten herzustellen. Das Internet ist nämlich der einzige Weg für Ai Weiwei, zumindest teilweise mit der Außenwelt in Kontakt zu bleiben.

Gesagt, getan: Werner machte sich in Sachen Twitter schlau, legte sich den Account @freeweiwei_de zu und wartete ab, was geschah. Und siehe da: Follower Nummer 67 ist Ai Weiwei persönlich! „Er kennt und verfolgt mein Kunstprojekt und ich kann ihm Direktnachrichten senden“, jubelt Werner.

Und auch das Wochenblatt darf Ai Weiwei nun zu seinen Lesern zählen. Michael Werner will die Veröffentlichung über sein Projekt nämlich ab sofort auch nach China weiterleiten.


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