30.07.2020, 08:24 Uhr

Ringschluss-Rohbau Mitte 2021 Ein weiterer Schritt vorwärts

Verkehrsministerin Kerstin Schreyer, Konzernbevollmächtigter der DB Hans-Dieter Josel (re.) und der Vorsitzende der Geschäftsführung der FMG Jost Lammers vor der Flughafenkulisse und dem vom Flughafen gebauten und finanzierten Abschnitt des Bahntunnels Richtung Erding. F.: Görlich/FMGVerkehrsministerin Kerstin Schreyer, Konzernbevollmächtigter der DB Hans-Dieter Josel (re.) und der Vorsitzende der Geschäftsführung der FMG Jost Lammers vor der Flughafenkulisse und dem vom Flughafen gebauten und finanzierten Abschnitt des Bahntunnels Richtung Erding. F.: Görlich/FMG

Flughafen München trägt Investition von 115 Millionen Euro

Flughafen. Am Mittwoch wurde am Flughafen München ein weiterer Schritt in Richtung Erdinger Ringschluss vollzogen.

Das Projekt „Erdinger Ringschluss“, mit dem eine durchgehende Schienenverbindung von Freising über den Münchner Flughafen nach Erding geschaffen werden soll, hat ein weiteres Etappenziel erreicht: Die Bayerische Verkehrsministerin Kerstin Schreyer und der Konzernbevollmächtigte der Deutschen Bahn, Klaus Dieter Josel, unterzeichneten am Mittwoch am Münchner Airport den Vertrag zur Realisierung und Finanzierung des Streckenabschnitts vom Flughafen bis nach Schwaigerloh.

Schon vor knapp zwei Jahren, am 5. September 2018, erfolgte am Münchner Flughafen der Spatenstich für den unterirdischen Teil der Strecke: den Bau des 1,8 Kilometer langen zweigleisigen Bahntunnels im Osten des Airports. „Bei dem

Tunnelprojekt sind wir als Flughafenbetreiber in Vorleistung gegangen und tragen die dafür erforderlichen Investitionen von rund 115 Millionen Euro aus eigener Kraft“, sagte Flughafenchef Jost Lammers bei der Unterschriftenzeremonie. Lammers: „Während wir andere Bauvorhaben angesichts der enormen Folgelasten der Corona-Krise zunächst nicht weiterverfolgen, haben wir die Tunnelverlängerung auch in den letzten Wochen und Monaten konsequent vorangetrieben und liegen hier voll im Zeit- und Kostenplan.“ Mitte des nächsten Jahres soll der Rohbau fertiggestellt werden – danach folgt die technische Ausstattung durch die Deutsche Bahn. In dem Tunnel, dessen Gleise in etwa zehn Meter unter der Oberfläche liegen, werden die Züge überwiegend in Bereichen unterwegs sein, in denen über ihnen Flugzeuge rollen. Im Lauf der Bauarbeiten müssen mit etwa 33.000 LKW-Fahrten

rund 400.000 Kubikmeter Erde bewegt werden. In dem Bauwerk sind rund 150.000 Kubikmeter Beton verbaut, eine Menge, die 19.000 Betonmischer-Ladungen entspricht. Die Gesamtfläche der senkrechten Wände entspricht mit

rund 60.000 Quadratmetern etwa fünf Fußballfeldern. Das Gewicht des verbauten Bewehrungsstahls beträgt 16.000 Tonnen, etwa das eineinhalbfache des Eiffelturms. − pm –