22.05.2020, 08:22 Uhr

Ampel kann gerne bleiben Umleitung in Trostberg ist ein Segen

Nicht nur die Schreiberin dieses Artikels dürfte sich über die Ampel freuen, die das Abbiegen vom Schwarzer Berg in die B 299 noch bis Herbst maximal erleichtert. Foto: LattaNicht nur die Schreiberin dieses Artikels dürfte sich über die Ampel freuen, die das Abbiegen vom Schwarzer Berg in die B 299 noch bis Herbst maximal erleichtert. Foto: Latta

Die Fahrt aus Richtung Krankenhaus zur Innenstadt macht diese Ampel nicht nur einfacher sondern auch sicher

Trostberg. Meistens sind Umleitungen für Autofahrer und andere Verkehrsteilnehmer ja nur zum Ärgern. Doch was für eine schöne Überraschung war das am Montag vergangener Woche in Trostberg! Nach Rückkehr aus der Corona-Pause wusste die Schreiberin zwar, dass in der Stadt eine Umleitung droht. Dass die sich allerdings als echte Erleichterung auf dem täglichen Arbeitswegs entpuppen würde, war nach der Pressemitteilung des Straßenbauamtes nicht aufs erste Lesen klar.

Da hieß: „Um den vermehrten Umleitungsverkehr am Kontenpunkt der B 299 mit der Staatsstraße 2091 in Trostberg am Schwarzer Berg sicher und leistungsfähig abwickeln zu können, wird während der Umleitungszeiträume eine provisorische Ampelanlage installiert.“

Diese Ampel an der Bundesstraße zum Schwarzer Berg ist ein wahrer Segen für alle, die hier fahren müssen. Vor allem für die, die den Berg hinunterfahren und dort links- oder rechts abbiegen müssen. Endlich kann man gelassen auf die Abzweigung zufahren, ohne sich schon vorher zu ärgern, wie lange es wieder dauern wird, bis sich eine Lücke im Verkehr der vielbefahrenen Bundesstraße auftun wird.

Die Ampel regelt in schönem Rot, Gelb und Grün die Fahrt aus allen Richtungen. Da muss keiner mehr Vollgas geben, um noch schnell raus- oder reinzukommen. Man darf sich auf die Ampel verlassen und fühlt sich auch gleich viel sicherer.

Wir haben Karl Schleid, 1. Bürgermeister der Stadt Trostberg nach seinen persönlichen Erfahrung mit dieser Ampel gefragt: „Bisher habe ich den Eindruck, dass der Verkehr weniger Beeinträchtigungen erleidet, als dies zu erwarten war. Die Ampel tut da sicher das Ihrige dazu. Es schaut derzeit so aus, als ob die weiträumige Umfahrung ihren Zweck erfüllt und dadurch das Nadelöhr Schwarzer Berg den zusätzlichen Verkehr noch aufnehmen kann. Natürlich erleichtert die Ampelanlage das Abbiegen vor allem in die Innenstadt Trostbergs.“

Könnte eine Ampel an dieser Stelle nicht zur Dauereinrichtung werden? Schleid: „Als Dauereinrichtung kann ich mir die Ampel derzeit nicht vorstellen, da die Verkehrszahlen klar hergeben, dass die Zufahrt zur Bundesstraße über den Schwarzer Berg untergeordnete Fahrzeugbewegungen im Vergleich zur B 299 vorweist. Das Thema Kreisverkehr wurde bereits mehrfach diskutiert und auch den übergeordneten Behörden vorgetragen. Sowohl die Unfallzahlen - kein Unfallschwerpunkt - als auch die Topographie sprechen laut den übergeordneten Behörden gegen einen Kreisverkehr. Deshalb waren alle bisherigen Vorstöße der Stadt Trostberg erfolglos. Da ja auch die Umgehungsstraße B299/304 neu geplant ist und der Aubergtunnel hierfür der erste Schritt ist, kann man davon ausgehen, dass sich die Verkehrssituation nach Abschluss der Straßenbaumaßnahmen am Schnittpunkt B299 und Schwarzer Berg deutlich entzerrt und sich dadurch voraussichtlich ein Kreisverkehr bzw. eine Ampelregelung erübrigen wird.“

Klingt so, als hätte diese Ampel keine allzu lange Zukunft. Allerdings sollen die Bauarbeiten für den Aubergtunnel und die damit verbundene Umleitung noch bis in den Spätherbst hinein dauern. Solange darf auch die praktische neue Hilfs-Ampel ihren Dienst tun.