24.11.2020, 11:50 Uhr

Gefährliche Fahrt gestoppt Kameruner wollte Landsmann im Kofferraum einschleusen

 Foto: Bundespolizei Foto: Bundespolizei

Die Bundespolizei hat am Freitag (20. November) bei Grenzkontrollen auf der A8 am Walserberg die Einschleusung eines 25-jährigen Kameruners vereitelt. Ein 37-jähriger Autofahrer hatte den jungen Mann im Kofferraum seines Kleinwagens versteckt.

Schwarzbach. Bundespolizisten hielten am späten Freitagabend an der Grenzkontrollstelle auf der A8 am Walserberg einen 37-jährigen Kameruner an, der scheinbar allein in einem PKW mit Schweizer Zulassung unterwegs war. Der Mann zeigte den Beamten seinen gültigen Reiseausweis für Flüchtlinge.

Allerdings fiel den Grenzpolizisten auf, dass der Autofahrer das Reserverad seines PKW nicht wie üblich im Kofferraum, sondern auf der Rückbank deponiert hatte. Sie baten den 37-Jährigen deshalb, seinen Kofferraum zu öffnen, woraufhin er erklärte, dass dies aufgrund eines technischen Defekts nur sehr schwer möglich wäre.

Entgegen der Behauptung ließ sich die Heckklappe jedoch problemlos öffnen und der Grund für den ungewöhnlichen Ablageort des Reserverades schien ebenfalls gefunden: Im Kofferraum des Suzuki Swift hatte sich ein junger Mann versteckt. Der 25-jährige Kameruner hatte lediglich eine slowenische Asylkarte dabei, die nicht zum Grenzübertritt berechtigt. Die Beamten nahmen beide Reisenden vorläufig fest.

Die Bundespolizei Freilassing zeigte den 37-jährigen Fahrzeuglenker wegen Einschleusens von Ausländern und seinen jungen Mitfahrer wegen versuchter unerlaubter Einreise an. Dass der in der Schweiz lebende Kameruner seinen jungen Landsmann durch die Mitnahme im Kofferraum erheblich gefährdet hat, könnte sich strafverschärfend auswirken. Beide Personen wurden nach Österreich zurückgewiesen.


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