20.03.2020, 09:44 Uhr

Statistik der Dingolfinger Polizei Deutlich weniger Verletzte bei Verkehrsunfällen

Die Zahl der Unfallverletzten ging im vergangenen Jahr etwas zurück.  Foto: 123rf.comDie Zahl der Unfallverletzten ging im vergangenen Jahr etwas zurück. Foto: 123rf.com

Deutlich weniger verletzte Verkehrsteilnehmer im Jahr 2019 kann Johann Aigner, Verkehrssachbearbeiter bei der Polizeiinspektion Dingolfing, melden. Um 25 Prozent ging die Zahl der bei Verkehrsunfällen verletzten Personen im Altlandkreis Dingolfing im Vergleich zu 2018 zurück.

Dingolfing. 1.855 Verkehrsunfälle (Vorjahr: 1.816) mussten die Beamten der Polizeiinspektion Dingolfing 2019 in ihrem Dienstbereich, dem Altlandkreis Dingolfing (ohne Autobahn) aufnehmen. 187 Unfälle (Vorjahr 243) mit Verletzten wurden der Polizei gemeldet, dabei wurden insgesamt 244 Personen verletzt (Vorjahr: 324), davon 199 leicht (Vorjahr: 269) und 45 schwer (Vorjahr: 55).

Bei weiteren 397 Unfällen handelte es sich um „Verkehrsunfälle mit schwerwiegendem Sachschaden“, darunter fallen Vorfahrtsverletzungen, Unfälle beim Abbiegen und auch die 304 bei der Polizei angezeigten Unfallfluchten. Bei der Unfallaufnahme mussten die Beamten 29 Mal feststellen, dass einer der Beteiligten unter Alkoholeinfluss stand, bei vier Unfällen waren Drogen im Spiel.

Die überwiegende Anzahl der Unfälle, nämlich 1.271, waren sogenannte „Kleinunfälle“. Dazu zählen Auffahrunfälle, Unfälle beim Ausparken und Wildunfälle. 802 Unfälle mit Wildtieren, darunter 647 Rehe, wurden im Dienstbereich der PI Dingolfing aufgenommen. Womit die Wildunfälle einen Anteil von 43 Prozent an der Gesamtzahl der Unfälle haben.

Leider mussten die Beamten der letztes Jahr zu vier tödlichen Verkehrsunfällen ausrücken. Im März kam es auf der Kreisstraße zwischen Unterhollerau und Dornwang zu einem Zusammenstoß zwischen ein überholenden Motorradfahrer und einem nach links abbiegenden Schlepper, bei dem sich der 32-jährige Zweiradfahrer tödliche Verletzungen zuzog.

Im September kam ein 19-Jähriger mit seinem BMW zwischen Oberwolkersdorf und Weigendorf von der Fahrbahn ab und prallte gegen einen Baum. Er konnte von der Feuerwehr nur noch tot aus seinem Fahrzeug geborgen werden.

Ebenfalls im September missachtete ein Pkw-Fahrer bei Kronwieden beim Einfahren in die Staatsstraße die Vorfahrt eines aus Richtung Lichtensee heranfahrenden Kradfahrers. Bei dem Zusammenstoß mit dem Pkw kam der 60-Jährige ums Leben.

Im Dezember kam es in der Bahnhofstraße in Dingolfing zu einem schweren Unfall. Ein älteres Ehepaar überquerte zu Fuß die Fahrbahn und wurde dabei von einem Pkw erfasst. Dabei erlitt der 86-Jährige tödliche Verletzungen, seine Frau wurde schwer verletzt.

Probleme bereitet der Polizei das Thema „Ablenkung im Straßenverkehr“, die Ursache für so manchen Verkehrsunfall sein dürfte. Obwohl das Bußgeld für Handy-Benutzer auf 100 Euro erhöht wurde, müssen die Dingolfinger Beamten regelmäßig Fahrzeugführer beanstanden, die sich während der Fahrt durch die Nutzung ihres Mobiltelefons ablenken lassen und damit ihre Reaktionszeit deutlich verlängern.


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