02.12.2019, 15:41 Uhr

Vermehrt Fälle in Oberbayern gemeldet Vorsicht: Online-Fake-Shops!

Grenzenlose Auswahl, aber auch Spielwiese für Betrüger: Online Shopping im Internet. (Foto: 123rf.com)Grenzenlose Auswahl, aber auch Spielwiese für Betrüger: Online Shopping im Internet. (Foto: 123rf.com)

Polizei gibt Tipps zu Einkäufen im Internet

OBERBAYERN In der Weihnachtszeit wird kräftig online eingekauft. Auch viele Betrüger tummeln sich gerade in der besinnlichen Zeit im Netz und versuchen ahnungslose Opfer um ihr Geld zu bringen.

In den letzten Wochen nahmen die Kriminalpolizeiinspektionen im Dienstbereich des Polizeipräsidium Oberbayern Nord vermehrt Betrugsanzeigen auf. Mehrere Bürger waren auf Fake Shops hereingefallen und hatten online Waren im Wert von mehreren hundert Euro bei augenscheinlich seriösen Händlern bestellt. Als die gekauften Produkte nicht geliefert wurden, kam Misstrauen auf und sie erstatteten Anzeige wegen Betrugs.

Immer wieder fallen Verbraucher im Internet auf sogenannte Fake Shops herein und bekommen weder Ware geliefert, noch das bezahlte Geld zurück.

Deshalb gibt die Kriminalpolizei einige Tipps, wie man sich davor schützen kann, Opfer zu werden, bzw. richtiges Verhalten, falls man Opfer wurde.

Fake Shops sind betrügerisch angelegte, günstige Online Shops, die meist nur für wenige Tage online sind und Produkte anbieten. Nach einer Zahlung per Vorauskasse wird die versprochene Ware nicht geliefert und der Shop verschwindet wieder aus dem Netz.

Bis vor einiger Zeit waren Fake Shops vielfach am fehlenden Impressum, keinen Angaben im Bereich der Allgemeinen Geschäftsbedingungen oder an Rechtschreibfehlern vergleichsweise einfach zu erkennen. Das hat sich geändert, da die Betrüger immer professioneller vorgehen und mittlerweile schwer erkennbare Shops erstellen.

Die Polizei rät deshalb dazu, nicht per Überweisung (Vorauskasse) zu bezahlen. Seriöse Shops bieten auch einen Bezahlservice oder Möglichkeiten mit Käuferschutz an. Den Namen des Shops sollte man über eine Suchmaschine im Internet überprüfen. Am besten kombiniert man dabei auch den Namen des Shops mit den Wörtern „Erfahrungen“ oder „Betrug“. Überprüfen kann man den Namen des Shops auch über die Internetadresse www.whois.domaintools.com oder www.denic.de. Hier kann man feststellen, auf welchen Domaininhaber der Shop registriert ist. Sind hier Adressen im Ausland angegeben, und stimmt der Domaininhaber nicht mit dem Inhaber im Impressum überein, sollten man skeptisch werden.

Verdächtig ist auch, wenn ein Shop keine Kundenhotline bietet (falls doch, anrufen und persönliche Abholung anfragen, auch wenn dies nicht beabsichtigt ist).

Wer bereits Opfer geworden ist und bereits Geld überwiesen hat, muss umgehend seine Bank informieren und versuchen, das Geld zurückzufordern. Es ist aber Eile geboten, da erlangte Beträge jederzeit durch die Täter abgehoben werden können. Der Vorgang sollte umgehend bei einer Polizeidienststelle angezeigt werden. Unterlagen wie z. B. eine Kaufbestätigung werden dabei am besten gleich mitgebracht.