13.03.2018, 10:58 Uhr

Die Gold-Serie ist gerissen, aber: Schaffelhuber holt mit Silber ihre dritte Medaille in Pyeongchang!

Anna Schaffelhuber sicherte sich am Dienstag ihre erste Silbermedaille. (Foto:  imago/Kyodo News)Anna Schaffelhuber sicherte sich am Dienstag ihre erste Silbermedaille. (Foto: imago/Kyodo News)

Bei ihrem dritten Start in Pyeongchang musste sich Anna Schaffelhuber am Dienstag erstmals geschlagen geben, konnte über die Silbermedaille aber trotzdem strahlen. Schneller als die 25-Jährige war nur ihre Teamkollegin Anna-Lena Forster, mit der sie über den Doppelsieg jubeln konnte.

PYEONGCHANG/BAYERBACH Mit einem fulminanten zweiten Lauf erfüllte sich die 22-jährige Anna-Lena Forster am vierten Wettkampftag der Spiele in Pyeongchang ihren großen Traum bereits in der Super-Kombination. Der Jubel anschließend war riesig, zumal Anna Schaffelhuber auf den Silberrang fuhr und damit den deutschen Doppelsieg perfekt machte. Die dritte Silbermedaille im dritten Rennen gewann Andrea Rothfuss in der Startklasse der Damen stehend.

In der Abfahrt war sie auf Goldkurs liegend ausgeschieden, beim Super-G fehlten nur 16 Hundertstel zur Medaille. Doch Anna-Lena Forster blieb cool. Ihre Leistungen waren stark und sie wusste: Ihre Rennen kommen noch. Es folgte der dritte Versuch, die Super-Kombination. 2014 in Sotschi holte Anna-Lena Forster in dieser Disziplin Silber – hinter Anna Schaffelhuber. Vier Jahre später hatte sie sich im Jeongseon Alpine Centre nach dem ersten Lauf im wenig geliebten Super-G als Vierte eine solide Ausgangsposition verschafft. Doch dann kam der zweite Durchgang. Slalom, Forsters Paradedisziplin.

„Ich war so aufgeregt und gespannt vor dem Start, ich habe es kaum noch ausgehalten“, sagt die 22-Jährige vom BRSV Radolfzell. Doch die Aufregung münzte sie in mächtig Energie um. Mit einem herausragenden Lauf distanzierte Forster alle vorherigen Fahrerinnen deutlich. Als dann die Österreicherin Claudia Lösch ausschied, war eine Medaille sicher. Und der Jubel wurde noch größer. Denn auch die Japanerin Muraoka und Teamkollegin Anna Schaffelhuber konnten die Radolfzellerin nicht mehr von Platz eins verdrängen. Der große Traum ist perfekt, Anna-Lena Forster hat Paralympics-Gold gewonnen. „Das ist der Wahnsinn, einfach genial. Ich kann das alles noch gar nicht begreifen. Nach einem Fehler unten war ich mir nicht sicher, ob es aufgeht. Doch es hat gereicht, jetzt bin ich einfach überglücklich“, jubelte die 22-Jährige.

Den zweiten Platz sicherte sich Anna Schaffelhuber. Nach zwei Triumphen zum Auftakt nun also Silber – es ist das neunte paralympische Edelmetall ihrer Karriere, neben siebenmal Gold und einmal Bronze ist es ihre allererste Silbermedaille bei den Spielen. „Ich wusste, dass Anna-Lena im Slalom extrem stark ist und dass es daher schwer wird. Deswegen hätte ich gerne noch etwas mehr Vorsprung im Super-G herausgefahren. Doch ich gratuliere Anna-Lena von Herzen, der Sieg ist absolut verdient“, sagte die 25-jährige Monoskifahrerin.

Bundestrainer Justus Wolf war mit den Ergebnissen mehr als zufrieden. „Ein super Tag für uns mit drei Medaillen. Der Jubel ist sehr groß und besonders für Anna-Lena freuen wir uns. Sie hat in einem schwierigen Slalom gezeigt, was sie kann.“ Weiter geht’s am Mittwoch mit dem Riesenslalom der Damen und Herren. Aufgrund der Wetteraussichten finden die nächsten Rennen dann erst am Samstag (Slalom Herren) und zum Abschluss am Sonntag (Slalom Damen) statt.


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