03.08.2020, 15:57 Uhr

Leichtathletik Starkes Regensburger Aufgebot bei besonderen Deutschen Meisterschaften

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Die Deutschen Meisterschaften am Samstag und Sonntag, 8. und 9. August, in Braunschweig finden in diesem Jahr unter strengen Hygiene-Vorgaben statt. Unter anderem sind lediglich 999 Personen auf dem Stadiongelände erlaubt. Die beiden Regensburger Clubs SWC und LG Telis Finanz entsenden trotz minimierter Startfelder insgesamt 15 Athletinnen und Athleten ins Niedersächsische.

Regensburg. Corinna Schwab (LG Telis Finanz Regensburg) ist Titelaspirantin über 400 Meter bei den Frauen. Ihre Teamkolleginnen und Kollegen Domenika Mayer (5.000 Meter), Amelie Sophie Leder (200 Meter), Simon Boch (5.000 Meter) und Konstantin Wedel (3.000 Meter Hindernis) gehören zu den Medaillenkandidatinnen und -kandidaten.

„Wenn man allein die Bestimmungen für das Betreten des Braunschweiger Stadions liest, hat man das Gefühl, man betritt einen Hochsicherheitstrack und kein im weiteren Sinne leeres Stadion. Ich bin echt gespannt, wie sich das anfühlt und ob überhaupt so etwas wie Meisterschaftsfeeling aufkommt“, beschreibt der Teamchef der LG Telis Finanz Kurt Ring seine Gefühlslage vor dem DM-Wochenende. Seine Blauen werden nicht ganz chancenlos am Start sein.

400-Meter-Ass Corinna Schwab eilte in der kurzen Saison von Sieg zu Sieg, setzte schon im ersten Rennen mit 51,97 Sekunden eine deutliche Marke ab und bewies auch bei der Sparkassen Gala mit glänzenden 23,23 Sekunden über die halbe Distanz und erneut stabilen 52,46 Sekunden, dass sie Titelfavoritin ist. Jugendmeisterin und Teamkollegin Mona Mayer will natürlich an ihr Hallen-Hoch anschließen, die 53er Schallmauer attackieren und das Finale erreichen. Erwischt Amelie Sophie Lederer (LG Telis Finanz) einen Tag wie bei der Sparkassen-Gala, wird auch sie sowohl über 100 Meter als auch über 200 Meter um die Plätze auf dem Stockerl mitmischen.

Ähnliches gilt auch für Regensburgs Vorzeige-Mehrkämpferinnen Anna-Lena Obermeier und Isabel Mayer vom SWC. Obermeier hat sich im Hochsprung mittlerweile bei Höhen um die 1,80 Meter eingenistet und Mayer wird über die Kurzhürden immer schneller, zuletzt am Weinweg bei 13,58 Sekunden angekommen. „Beide haben nichts zu verlieren. Wir wollen die Spezialistinnen ein wenig ärgern. Wenn die Fehler machen oder Schwächen zeigen, ist einiges möglich“, umreißt Heimtrainer Stefan Wimmer die Ausgangslage. Hammerwerferin Nancy Randig vom gleichen Verein sollte zumindest das Finale erreichen, wenn sie wie letztes Jahr nahe an die 60-Meter-Marke oder vielleicht sogar drüber wirft.

Lediglich für Regensburgs einzigen Langsprinter, Samuel Werdecker von der LG Telis Finanz wird es schwierig, in den 400-Meter-Endlauf zu kommen, es sei denn, er ist im Vorlauf deutlich schneller als sein Hausrekord von 47,28 Sekunden. Immer für Medaillen gut sind Regensburgs Topläuferinnen und -läufer, allesamt von der LG Telis Finanz Regensburg kommend. Allen voran der vorjährige Dritte über 800 Meter, Benedikt Huber, der in den Jahren 2016 bis 2018 auch schon mal dreimal hintereinander den Titel auf den zwei Runden in die Domstadt geholt hatte. Bisher konnte er sein wahres Leistungsvermögen noch nicht so recht auf die Bahn bringen. Ihm fehlen bisher noch die ganz schnellen Rennen. Vieles wird davon abhängen, wie sich das Rennen in Braunschweig entwickelt.

Gleiches gilt auch für die beiden Telis-Top-Langstrecker Florian Orth und Simon Boch, weil auch dort bisher nur der Düsseldorfer Maximilian Thorwirth und Aaron Bienenfeld (SCC Hanau-Rodenbach mit 13:34,82 und 13:42,72 Minuten die Karten auf den Tisch gelegt haben. Verstärkt wird die blaue Laufarmada von Dominik Notz und Tim Ramdane Cherif, die beide unter 14 Minuten bleiben wollen, damit Kandidaten für die Top-Ten wären. Hindernismann Konstantin Wedel (LG Telis Finanz) ist bei der Laufnacht mit 8:38,25 Minuten endlich ein Rennen in neue Zeitdimensionen gelungen. „Bloß nicht wieder Vierter werden“, wünscht sich der Telis-Läufer und schielt damit natürlich aufs Stockerl.

Das tut natürlich auch Dauerbrennerin Domenika Mayer (LG Telis Finanz) nach einer fast unendlichen Serie von persönlichen Bestleistungen, zuletzt mit 15:59,44 Minuten bei der Laufnacht am Weinweg. In Abwesenheit der letztjährigen Bronzemedaillengewinnerin und Teamkollegin Miriam Dattke ist Edelmetall möglich. „Da gibt es Alina Reh und Denise Krebs, dahinter ist aber jede andere schlagbar, wenn auch das Meisterschaftsrennen wieder etwas ganz anderes ist, als die bisherigen geführten Temporennen in gemischten Feldern“, zeigt sich Ehemann und Trainer Christian Mayer durchaus optimistisch. Im 16er Feld läuft auch mit Svenja Ojstersek eine weitere Telis-Läuferin mit.


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