12.11.2020, 10:15 Uhr

Er ist wieder da: Wolf im Landkreis Freising nachgewiesen

Genetische Proben wiesen den Wolf eindeutig nach.  F.: Symbolfoto 123rfGenetische Proben wiesen den Wolf eindeutig nach. F.: Symbolfoto 123rf

Genetische Proben lassen keinen Zweifel: Ein Wolf hat ein Tier in einem Damwildgehege im Landkreis gerissen.

Lkrs. Freising. Wie das Landesamt für Umwelt bestätigt, wurde kürzlich ein Wolf im Landkreis Freising zweifelsfrei nachgewiesen.

Am Sonntag, 25. Oktober, war im Landkreis Freising in einem Damwildgehege ein weibliches Tier tot aufgefunden worden. Ein Experte des Netzwerks Große Beutegreifer hat die Situation vor Ort begutachtet und genetische Proben genommen. Erste Ergebnisse bestätigten nun eindeutig einen Wolf als Verursacher.

Behörden, Interessenverbände und Vertreter von Nutztierhaltern wurden zwischenzeitlich bereits informiert. Eine weitergehende Analyse des gewonnenen Genmaterials soll Aufschluss über Geschlecht und mögliche Herkunft des Tieres bringen. Zur Vermeidung erneuter Übergriffe auf Weidetiere wird die Förderkulisse zum Herdenschutz in Bayern umgehend auf die Gemeindegebiete im Umfeld des Ereignisses ausgeweitet.

Nutztierhalter, deren Weiden innerhalb dieses Bereichs liegen, können damit nun Herdenschutzmaßnahmen fördern lassen. Anträge können ab sofort bei den zuständigen Ämtern für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (AELF) gestellt werden.

Fördermöglichkeiten und Anträge

Schäden, die Nutztierhaltern durch Wolfsrisse entstehen, können durch den Ausgleichsfonds Große Beutegreifer kompensiert werden. Weitere Informationen dazu bietet das Internetangebot des Bayerischen Landesamts für Umwelt hinsichtlich Ausgleichsregelung und Schadensermittlung.

Hinweise zu Wolf, Luchs oder Bär bitte an das Bayerische Landesamt für Umwelt, Fachstelle Große Beutegreifer, Tel. 09281/1800-4640, E-Mail fachstelle-gb@lfu.bayern.de − fw –